Gasblase in Erla angebohrt: Akute Explosionsgefahr. Eine angebohrte Gasblase hat am Montag zu "massivem Gasaustritt" und akuter Explosionsgefahr im Bezirk Amstetten geführt. Ein Haus in der Ortschaft Erla nahe der oberösterreichischen Grenze musste evakuiert werden, rund um die Bohrstelle wurde eine 200 Meter große Sperrzone eingerichtet.

Erstellt am 25. Juli 2011 (20:52)
Die Explosionsgefahr durch eine angebohrte Gasblase im Bezirk Amstetten war auch Dienstag früh - nach mehr als 18 Stunden - noch nicht gebannt. Nach wie vor ströme Gas aus, teilte das Bezirksfeuerwehrkommando mit. Experten wurden im Lauf des Vormittags erwartet, die das Bohrloch begutachten und die weitere Vorgehensweise besprechen sollten.

Im Zuge von Bauarbeiten in der Ortschaft Erla bei St. Pantaleon nahe der oberösterreichischen Grenze war bei einer Erdwärme-Tiefenbohrung am Montagnachmittag in etwa 99 Metern Tiefe eine Methangasblase angebohrt worden. Seitdem findet ein massiver Gasaustritt statt. Die Stelle konnte nicht abgedichtet werden, da der im Bohrloch steckende Bohrer aufgrund der Explosionsgefahr bisher nicht entfernt werden konnte.

Der Bereich wurde von den Feuerwehren sofort großräumig abgesperrt. Ein Haus sowie angrenzende Baustellen wurden evakuiert. Das Gebiet ist 200 Meter weit abgeriegelt.

In der Erstphase standen die Feuerwehr Erla, St. Valentin und der Schadstoffberatungsdienst vom Landesfeuerwehrkommando im Einsatz. Die ganze Nacht über wurden Messungen durchgeführt.