Amstettner Wirte freuen sich aufs Aufsperren

RelaxResort Kothmühle meldet für Silvester schon eine gute Buchungslage.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 03:47
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amstetten Am 1. Oktober übernahm die langjährige Mitarbeiterin Sarah Holzer von den Vorbesitzern Ingrid und Herbert Houska den Stadtbrauhof Amstetten. „Die Übernahme vom Stadtbrauhof verlief problemlos. Ich habe viele Stammgäste übernommen. Es kommen aber auch viele neue Gäste, die sich von unserem guten Essen überzeugen wollen. Wir hatten eineinhalb Monate offen und einen super Umsatz. Es war eine bittere Enttäuschung, dass ich den Stadtbrauhof für den Lockdown schließen musste“, erzählt die neue Besitzerin.

Die Zeit des Lockdowns wird durch Take-away überbrückt. Die Gäste können das Essen telefonisch vorbestellen und zwischen 11 und 14 Uhr am Fenster des Stadtbrauhofes abholen. „Wir bereiten täglich bis zu 40 Menüs vor. Unseren Plan, die Menüs auch am Abend zur Abholung bereitzustellen, was wir auch in der 1. Woche des Lockdowns angeboten haben, haben die Gäste leider nicht so gut angenommen. Es geht nur das Mittagsgeschäft gut“, erläutert Sarah Holzer.
Sie hat einen Großteil der Mitarbeiter von ihren Vorbesitzern übernommen. Ihre Angestellten sind auf Kurzarbeit angemeldet. Alle sind motiviert und freuen sich auf den 17. Dezember – auf die Wiedereröffnung der Gastronomie. „Der Stadtbrauhof bietet 70 Sitzplätze, ganz große Feiern sind daher gar nicht möglich. Die Weihnachtsfeiern werden wie geplant abgehalten – wir nennen die Zeit vor den ganzen Festlichkeiten „die Ruhe vor dem Sturm“. Nur die Planung des Silvesterabends war kritisch, da die Gastronomie voraussichtlich um 23 Uhr schließen muss“, erklärt die Inhaberin.

„Jammern bringt keinem etwas“

Auch Udo Fischer vom Café Udo Amstetten zeigt sich zuversichtlich. „Ich akzeptiere die Verordnungen. Wenn es etwas hilft, bin ich dafür“, meint der Eigentümer des Cafés. Er habe sich die letzten Monate durchgekämpft. Seit Anfang November habe er die Hälfte an Umsatz eingebüßt und natürlich steht auch die Miete für sein Lokal ohne Nachlass jeden Monat an. Es fehle auch der Umsatz, den er sonst aufgrund des Weihnachtsmarktes hat, und es fehlen die Gäste, die Weihnachtsfeiern im Hotel Exel hatten, und danach bei ihm auf einen oder zwei Drinks vorbeischauten. „Aber sich darüber zu beschweren und zu jammern bringt keinem etwas. Daheim fällt mir die Decke auf den Kopf. Ich und mein Team freuen sich auf die Eröffnung der Gastronomie und die Gespräche mit unseren Gästen.“

Christoph Kastner, Besitzer des Restaurants Kastner in Winklarn, erzählt, dass viele geplante Weihnachtsfeiern und größere Veranstaltungen abgesagt wurden. Die Bestellung von Menüs findet derzeit online oder telefonisch statt, die Übergabe der Speisen erfolgt freitags, samstags und sonntags im Gastgarten. Sie werden wie gewohnt fertig verpackt in einer Transportbox zur Abholung bereitgestellt.

„Förderungen nur bei unter 70 % Umsatz im November“

„Wir bekommen keine Förderung, weil wir im November über 70% Umsatz hatten. Und was ist mit der kaputten Ware, die ersetzt uns niemand und außerdem bekomme ich keinen Mietkostenersatz“, bringt der Restaurantbesitzer seine Unzufriedenheit über die derzeitige Lage zum Ausdruck.

Auch das gesamte Yellow-Team Amstetten freut sich auf die Eröffnung der Gastro am kommenden Freitag. „Im Lockdown haben wir unsere Gäste mit Cocktails und Sushi verwöhnt. Jetzt dürfen wir endlich wieder köstliche Leckereien, wie Kaffee, Kuchen und vieles mehr in der Bar auftischen“, freut sich Robert Gelbmann, auch wieder mit den Gästen persönlich plaudern zu können. Um eine Tischreservierung entweder online oder per Telefon wird gebeten. Die neuen Öffnungszeiten sind von Montag bis Sonntag, 9 bis 23 Uhr. Um dem gesamten Yellow-Team die Zeit mit den Familien zu ermöglichen, hat das Yellow am 24. von 9 bis 14 Uhr und an den Weihnachtsfeiertagen, am 25. und 26., ganztägig geschlossen.
Johannes Scheiblauer ist Geschäftsführer des Hotels an der Eisenstraße in Waidhofen und des RelaxResort Kothmühle in Neuhofen. Er hatte sich bereits zu Beginn des Lockdowns entschieden, seine Betriebe nicht vor dem 17. Dezember zu öffnen. „In der Kothmühle öffnen wir gleich am 17. Dezember mit einem kräftigen Privatgast-Wochenende. Weihnachten ist noch überschaubar, aber Silvester ist schon sehr gut gebucht. Die Nachfrage nach unseren Leistungen ist mit Verkündung des Lockdown-Endes sprunghaft angestiegen,“ erzählt Scheiblauer.