Gasthaus zur Palme: Von null auf zwei Hauben. Zu den altbewährten Haubenlokalen im Bezirk kann sich nun auch das relativ junge Gasthaus zur Palme in Neuhofen/Ybbs mit zwei Hauben gesellen.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 23. Oktober 2017 (12:46)
NOEN, Hudler
Vergangenen November hat sie das elterliche Gasthaus wiedereröffnet. Zuvor wurde es renoviert und umgebaut. Nun hat das Gasthaus unter Wirtin und Köchin Theresia Palmetzhofer bereits zwei Hauben auf einmal erhalten.

Seit vergangenem Freitag ist er im Handel erhältlich und informiert Leser ausführlich darüber, wo besonders gut gespeist werden kann: Die Rede ist vom Gault Millau Guide 2018.

Dieses Mal ist die Bewertung für den Bezirk besonders gut ausgefallen. Neben den drei traditionsreichen Haubenlokalen – dem Landhaus in Stift Ardagger, dem Gasthaus Mitter in Haag und dem Fischerwirt in Ernsthofen – die allesamt mit 14 von 20 Punkten bewertet wurden, sorgte vor allem Newcomerin Theresia Palmetzhofer mit dem Gasthaus zur Palme in Neuhofen/Ybbs für Aufsehen. Im November 2016 hat sie das Restaurant wiedereröffnet und jetzt bereits gleich 15 Punkte abstauben können. Das entspricht zwei Hauben, was ihr Gasthaus zum einzigen Zwei-Haubenlokal im Bezirk macht.

„Es fühlt sich großartig an und ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Gerade im ersten Jahr, in dem man noch eher andere Prioritäten hat, freut es mich umso mehr, eine so gute Wertung bekommen zu haben“, sagt Wirtin und Köchin Theresia Palmetzhofer. Die Freude ist aber natürlich auch bei den anderen Haubenlokalen groß.

NOEN, Fuchs
Küchenchef Albin Hawel und Silvia Hawel vom Gasthaus Mitter freuen sich über den Erfolg und sind mit ihrer Haube mehr als zufrieden.

Das Gasthaus Mitter in Haag trägt seine Haube bereits seit ungefähr 26 Jahren. Heuer konnte der Punktestand von 13 auf 14 Punkte gesteigert werden. Trotz der langen Erfolgsserie haben die Bewertungen aber nicht an Stellenwert verloren.

„Es freut uns immer wieder, wenn unser Einsatz und unsere Leistungen bestätigt werden. Wir sind ein traditionsreiches Lokal, dem der Kernmitarbeiterstamm schon seit Jahrzehnten treu geblieben ist. Eine der größten Herausforderungen ist meiner Meinung nach allerdings das Image-Problem der Gastronomieberufe. Kaum ein Beruf wird so oft im Fernsehen gezeigt, wie der des Koches zum Beispiel. Das sollte doch einiges über die Attraktivität des Berufes aussagen“, sagt Küchenchef Albin Hawel.

Von Herausforderungen kann auch Franz Harthaller, Küchenchef vom Fischerwirt in Ernsthofen, ein Liedchen singen: „Es ist schwierig, gute und engagierte Lehrlinge zu finden. Trotz allem arbeiten wir an uns und dem Gasthaus, um für Lehrlinge, aber auch Gäste attraktiv zu bleiben.“

NOEN, Fuchs
Mit Vertrauen zu den Mitarbeitern zum Erfolg – so lautet das Motto beim Fischerwirt in Ernsthofen von Anneliese und Küchenchef Franz Harthaller.

Harthaller hat im Frühjahr selbst die Ausbildung zum Küchenmeister abgeschlossen, weil „auch der Chef dazulernen muss“. Das spiegelt sich auch in der Bewertung wider.

Auch im Landhaus Stift Ardagger herrschte wegen der guten Bewertung ausgelassene Stimmung. Um einen Punkt hat man sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Geschäftsführer Franz Wagner erklärt sich dieses gute Ergebnis durch die kontinuierlichen Bemühungen des Küchenteams, den Zeitgeist des Restaurants und die Erfolge der Lehrlinge. Für Wagner steht jedenfalls fest: „Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.“

NOEN, Hudler
Erika Wagner, Küchenleiter Florian Klement, Souschef Jürgen Sticker und Geschäftsführer Franz Wagner vom Landhaus Stift Ardagger setzten auf Tradition und Zeitgeist.

Es wird nach dem französischen Schulnotensystem von 0 bis 20 Punkten benotet. Die Höchstnote 20 soll in Österreich nicht vergeben werden , weil „nur der liebe Gott, aber kein Mensch Vollkommenheit feststellen kann“. Die Noten würdigen ausschließlich die Küchenleistungen .

Aktueller Punktestand

Gasthaus zur Palme, Neuhofen: 15 Punkte (bisher keine Note)

Fischerwirt, Ernsthofen: 14 Punkte

Gasthaus Mitter, Haag: 14 Punkte (bisher 13 Punkte)

Landhaus Stift Ardagger: 14 Punkte (bisher 13 Punkte)