Feuerwehrleute aus Bezirk Amstetten bekämpfen Waldbrand im Rax-Gebiet

Auch Feuerwehrleute aus dem Bezirk Amstetten sind im Einsatz um, den größten Waldbrand in der Geschichte des Landes unter Kontrolle zu bringen. Am Freitagfrüh um 4 Uhr Früh ist ein Katastrophenhilfszug mit 45 Mann ins Schneeberg-Rax-Gebiet aufgebrochen, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich noch Tage dauern - und sie sind nicht ungefährlich.

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 09:58

Amstettens Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber, der als Vorsitzender des niederösterreichischen Arbeitsausschusses Feuerwehrmedizinischer Dienst, selbst schon als Sanitäter vor Ort war, berichtet, dass derzeit 45 Mann der Feuerwehren Viehdorf, Preinsbach, Edla-Boxhofen, Neuhofen/Ybbs, Amstetten und Ulmerfeld-Hausmening vom Katastrophenhilfsdienst (KHD) unter dem Kommando von Erich Tischberger, sechs Mann vom Feuerwehr-Sonderdienst Wald- und Flurbrand (mit Stützpunkt in Weistrach) sowie der Flugdienst Amstetten im Schneeberg-Rax-Gebiet im Einsatz sind.

Der Weistracher Thomas Gunsch, Kommandant des Sonderdienstes Wald- und Flurbrand, der schon länger vor Ort ist, weiß genau um die Risiken der Waldbrandbekämpfung: „Wir arbeiten in extrem steilem Gelände, immer wieder fallen Steine herab, die für Gefahren und leider auch Verletzungen sorgen“, berichtet er. Die Bekämpfung des Feuers sei äußerst anstrengend, weil in dem unzugänglichen Gebiet kaum schweres Gerät oder Löschfahrzeuge zum Einsatz kommen könnten. „Hauptsächlich versuchen wir daher mit einfachen Geräten Glutnester zu löschen.“ Die Arbeit in der Feuerwehrausrüstung in diesem schwierigen Gelände fordere den Einsatzkräften körperlich alles ab. Die Mannschaften würden daher auch permanent ausgetauscht.

Vor allem wird auch versucht, ein Übergreifen der Flammen vom Schneeberg auf die Rax zu verhindern. Dazu steht auch ein Hilfeleistungsfahrzeug (HLF4) der FF St. Valentin auf einer Bundesstraße bereit, um im Fall der Fälle eine Wasserwand zu errichten. „Wir sind Teil dieser Verteidigungsfront“, berichtet Peter Spanyar, Kommandant der FF Stadt St. Valentin. "Es ist ein eigenartiges Gefühl, in der Verteidigungslinie zu warten und zu hoffen, dass der prognostizierte Starkwind nicht aufkommt", sagt er.