Gefährlicher Fund: Sprengstoff am Dachboden!. Antiquitätenhändler stießen am Dachboden des Zarl-Hauses in der Linzer Straße auf Hochexplosives: Nitroglycerin, Sprenggelatine und tausende Sprengkapseln.

Von Daniela Führer. Erstellt am 02. November 2016 (08:09)
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Der Sprengsachverständige Wolfgang Ast zeigt den gefundenen Sprengstoff: Neben Nitroglycerin und Sprenggelatine wurden tausende Sprengkapseln gefunden.Kapf
Wolfgang Kapf

Seit einigen Wochen herrscht im Haus der ehemaligen Greißlerei Zarl in der Linzer Straße Hochbetrieb. Nach dem Tod der Besitzerin, Hermine Zarl, wird das Haus ausgeräumt, unzählige alte Gegenstände werden sortiert, verkauft oder entsorgt.

„Da waren Zünder dabei, die gibt es heute gar nicht mehr“

„Dabei stießen Antiquitätenhändler, die sich im Haus umsahen, auf Sprengstoff im Dachgeschoß“, berichtet einer der Erben des Hauses von einem unvorhergesehenen Zwischenfall am Freitagnachmittag, aufgrund dessen die Polizei und sogar der Entschärfungsdienst aus Wien anrückten.

„Es wurde Nitroglycerin, Sprenggelatine und tausende Sprengkapseln in zig 25-Kilo-Säcken gefunden. Das waren schon ordentliche Mengen“, berichtet der Sprengsachverständige Wolfgang Ast aus Winklarn. Er schätzt die Sprengartikel auf zirka 25 bis 30 Jahre alt: „Da waren zum Beispiel Zünder dabei, die gibt es heute gar nicht mehr“, erklärt er und verdeutlicht den Ernst der Lage: „Das Nitroglycerin kann richtig gefährlich werden, wenn man es beim Transport schüttelt.“

Doch am Freitag ist glücklicherweise nichts passiert. Der Entschärfungsdienst transportierte alle gefährlichen Stoffe am Abend in kürzester Zeit ordnungsgemäß ab.