Bitcoins: Mostviertler Opfer von Betrügern

Investition in Crypt-Währugn wurde für Mostviertler zum finanziellen Desaster.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 04:58
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Digitalwährung Bitcoin setzt Höhenflug fort
Foto: APA (dpa)

Betrüger versuchen immer öfter per Internet, Menschen um ihr Geld zu bringen. Diese Erfahrung musste auch ein Mann aus dem Bezirk machen, der hoffte mit Bitcoins rasch viel zu verdienen.

Schon im Oktober 2019 suchte er im Internet nach Firmen, die in Bitcoins investieren und entschied sich für „Ultimede FX Trades MS.online“. Über den Nachrichtendienst „Telegram“ nahm er Kontakt mit einer gewissen Olivia Rodrigo auf, die ihn aufforderte, sich auf der Firmeninternetseite zu registrieren, was rund 500 Doller kostete.

Danach zahlte der Mostviertler Bitcoins im Wert einer sechsstelligen(!) Euro-Summe ein. Im Mai 2020 forderte er erstmals die Auszahlung seiner Investition samt Gewinn. Daraufhin nahm ein gewisser Joe Santos Cenizas Alvador telefonisch mit ihm Kontakt auf und überredete ihn, davon Abstand zu nehmen, was vorerst auch gelang. Nach einiger Zeit drängte der Mostviertler aber erneut auf die Auszahlung, samt seines versprochenen Gewinnes in Höhe einer hohen fünfstelligen Eurosumme. Daraufhin wurde er aufgefordert, zuerst mittels Bitcoins 300 Dollar für die anfallenden Spesen der Überweisung einzuzahlen. Nach und nach wurden dem Mann so nochmals rund 15.000 Euro entlockt. Zuletzt bekam er telefonisch die Auskunft, dass ihm das Geld per Post zugesandt werde. Daraufhin erstattete der Mostviertler Anzeige, doch die Aussicht sein Geld wiederzusehen, geht gegen Null. Die Polizei rät dringend, sich nicht auf derartige Geschäfte im Internet einzulassen oder zuvor zumindest die eigene Hausbank zurate zu ziehen.

Betrugsmasche „große Liebe“

Eine beliebte Masche von Internetbetrügern ist es auch, ihren Opfern die große Liebe vorzugaukeln. Das gelang einem Ganoven erfolgreich bei einer in Amstetten lebenden Ungarin, mit der er im Juni via Facebook in Kontakt trat. Sie wechselten auf WhatsApp – er schrieb ihr täglich und spielte ihr große Zuneigung vor.

Ende Juli bat er die Frau dann, ihm Bargeld zu übersenden, damit er zu ihr nach Österreich reisen könne. Tatsächlich überwies sie 1.750 Euro. Am 19. August erhielt sie eine E-Mail-Bestätigung über den Eingang auf einem türkischen Konto, zugleich wurden weitere 4.500 Euro von ihr verlangt. Das kam der Frau dann doch verdächtig vor. Sie erstattete Anzeige.