Viehdorfer Sternsinger aus dem Familienverband. In Viehdorf gingen die Familien von Haus zu Haus und baten um Spenden.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 06. Januar 2021 (03:11)
War als Sternsinger-Familie wie 15 andere Gruppen in Viehdorf unterwegs: Familie Kleindl mit Mutter Johanna, den Kindern Franziska und Wolfgang sowie Vater Paul.
Heribert Hudler

Selbst die Coronakrise kann den Brauch aus dem Mittelalter, der von den Kindern der Katholischen Jungschar wiederbelebt wurde, nicht stoppen. „Sternsingen 2021 – aber sicher“, stand auch in der Pfarre Viehdorf am Programm. Vom 2. bis 6. Jänner waren 16 Sternsinger-Gruppen unterwegs und baten um eine Spende für Menschen in Not. „Unsere Pfarrgemeinderätin Elisabeth Gruber zeichnete für die Hauptorganisation des Sternsingens in unserer Pfarre verantwortlich. Wir haben versuch, das von der katholischen Jungschar ausgearbeitete Sternsinger-Hygienekonzept bestmöglich umzusetzen“, sagte Mitorganisator Philipp Klem.

Spendenbereitschaft der Bevölkerung

„Wir haben lange überlegt, wie und ob die Sternsingeraktion durchgeführt werden kann, und sind dann zum Entschluss gekommen, einfach Menschen aus Familien und Hausgemeinschaften zum Sternsingen zu bewegen. Mit ein wenig Kreativität, Eigenverantwortung und Freude am Einsatz für die Mitmenschen konnten wir „Sternsingen 2021 – aber sicher!“, denke ich, ganz gut durchführen“, so Klem. Die Spendenbereitschaft sei auch sehr hoch gewesen und die Aktion wurde von der Bevölkerung sehr gut aufgenommen. „Es hat auch einen hygienischen Vorteil. Denn, wenn eine ganze Familie als Sternsinger von Haus zu Haus geht, ist die Ansteckungsgefahr untereinander sehr gering“, sagte Paul Kleindl, der am Samstag, 2. Jänner, mit seiner Gattin und den Kindern als Sternsinger unterwegs war.

Der Segen wurde aber dieses Jahr coronabedingt in anderer Form überbracht. „Nachdem wir die Häuser und Wohnungen nicht betreten durften, erhielten die Bewohner von den Sternsingern ein Klebeetikett mit dem Segen, der normalerweise auf die Tür geschrieben wird. Auch Singen war nicht erlaubt – was natürlich insbesondere den Erwachsenen sehr recht war – und so konnten viele zum Mitmachen an der Aktion, als Sternsinger von Haus zu Haus zu ziehen, ermutigt werden.