Lumplecker-Haus in Euratsfeld: Abriss steht bevor

Bis Ende Oktober verschwindet das Gebäude aus dem Ortsbild. Danach beginnt der Neubau des Gemeindeamtes.

Erstellt am 02. Oktober 2018 | 05:02
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In den nächsten Monaten entsteht dort, wo sich jetzt noch das Lumplecker-Haus befindet, das neue Euratsfelder Gemeindeamt. Von links: Bürgermeister Johann Weingartner, Amtsleiter Leopold Koblinger und geschäftsführender Gemeinderat Ernst Stix.
Foto: Peter Führer

Das Lumplecker-Haus steht kurz vor dem Abriss. Das Gebäude, auf dessen Areal in den nächsten Monaten das neue Euratsfelder Gemeindeamt entsteht, wird ab dieser Woche ausgeräumt.

Fotografie und Schneiderei im Erdgeschoß

Ab Mitte Oktober beginnen die Abrissarbeiten, durchgeführt von der Firma Hinterholzer. Zwei Wochen später – also Ende Oktober – starten dann die Arbeiten am Neubau, der von der Firma Jungwirth errichtet wird.

Vorgesehen sind im Erdgeschoß Räumlichkeiten für ein Fotografie-Studio und eine Schneiderei. Zudem ein WC, das zu Betriebszeiten öffentlich nutzbar ist. Ein Lift sorgt dafür, dass das neue Gemeindeamt, das sich im 1. Stock befinden wird, barrierefrei erreichbar ist.

Ein Durchgang verbindet zudem künftig den Marktplatz und die Mozartstraße. Das neue Gebäude wird an die Fernwärme Genossenschaft Euratsfeld angeschlossen. Auch eine 5kWp Photovoltaikanlage wird angebracht.

Keine Einschränkungen während der Bauzeit

„Parallel zu den Arbeiten am Neubau adaptieren wir die alten Räumlichkeiten des jetzigen Gemeindeamtes. Auch die Ausschreibungen dafür sind bereits erfolgt“, berichtet Bürgermeister Johann Weingartner. Geschäftsführender Gemeinderat Ernst Stix betont, dass es durch die parallelen Arbeiten zu keinen Behinderungen kommen würde.

Der Neubau wird übrigens etwas höher als das bestehende Gemeindeamtsgebäude werden. „Der Grund dafür ist, dass bei Neubauten die Büroräume mindestens 3 Meter hoch sein müssen. Diese Höhe haben wir im jetzigen Gemeindeamt nicht“, klärt Weingartner auf.

Für die Nachnutzung der Büroräume des jetzigen Gemeindeamtes gebe es bereits einige Überlegungen, verrät Euratsfelds Ortschef. Dort könnten etwa das Archiv oder ein Raum, der sich mit der Geschichte Euratsfelds auseinandersetzt, entstehen. Im Bereich des Alten Postamtes gibt es ebenfalls bereits Vorschläge zur künftigen Nutzung.

Insgesamt werden die beiden im ersten Stock miteinander verbundenen Gebäude pro Etage über eine Nutzfläche von knapp 500 Quadratmetern verfügen. Die geschätzten Gesamtkosten (Neubau und Umbau) belaufen sich auf 1,9 Millionen Euro. Davon dürften etwa 25 Prozent vor allem vom Land, aber auch vom Bund gefördert werden. „Im Frühjahr 2020 soll spätestens die Übersiedlung stattfinden“, blickt Weingartner in die Zukunft.