Nachmittagsbetreuung in Amstetten weiter möglich. Die Stadt Amstetten bietet seit dem heurigen Schuljahr die Nachmittagsbetreuung mit gemeindeeigenem Personal an. Betreuung auch in Ferien möglich.

Von Peter Führer. Erstellt am 06. November 2018 (05:42)
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Vizebürgermeister Anton Katzengruber (li.) berichtet von einer starken Nachfrage. Bildungsgemeinderat Helfried Blutsch (re.) verweist auf die Ferienbetreuung. Foto: SPÖ
SPÖ Amstetten

Um der steigenden Nachfrage nach Nachmittagsbetreuung gerecht zu werden, betrat die Stadt Amstetten kürzlich neue Wege. Da die NÖ Familien GmbH der Stadt Amstetten im Frühjahr 2017 für das Schuljahr 2018/19 nicht mehr ausreichend Personal für die Nachmittagsbetreuung garantieren konnte, entschloss man sich, dieses Angebot mit gemeindeeigenem Personal weiterzuführen.

Vizebürgermeister Anton Katzengruber berichtet von einer starken Nachfrage.
SPÖ

„Eine besondere Herausforderung war es, für den Beruf ‚Freizeitpädagoge‘ die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erstellen, da weder das NÖ Gemeinde Vertragsbediensteten Gesetz noch die NÖ Beamtendienstordnung Regelungen für diesen Beruf vorsieht“, betont Personalstadtrat Anton Katzengruber.

Die Stadtgemeinde habe damit Neuland betreten und bereits Nachahmer aus anderen Gemeinden gefunden.

Helfried Blutsch wird neuer Bildungsgemeinderat.
NOEN

Mit dem heurigen Schulbeginn erfolgte der Start. Die SPÖ sieht eine wichtige Forderung umgesetzt. Bildungsgemeinderat Helfried Blutsch betont: „Mit dem eigenen Personal können wir die Ferienbetreuung auch in den Sommerferien, in der zweiten Woche der Weihnachtsferien, in den Semester- und Osterferien anbieten.“

Ein weiterer Vorteil, so Katzengruber, sei es, dass es durch das eigene Personal zu weniger Fluktuation kommen werde. In den Amstettner Volksschulen sind zehn Personen, in den Neuen Mittelschulen vier und in der Volksschulgemeinde Öhling zwei Personen beschäftigt.

Katzengruber will, dass möglichst alle Familien das Angebot nützen können. „Darum haben wir die Kostenbeiträge sozial gestaffelt, um auch Kindern mit Migrationshintergrund und aus den sogenannten bildungsfernen Schichten den Zugang zu erleichtern. Wir bekennen uns dazu, dass wir allen Familien qualitativ hochwertige und sinnvolle Nachmittagsbetreuung anbieten wollen.“