Gebühren in St. Peter/Au angehoben. Land Niederösterreich hat die Gemeinde St. Peter/Au aufgefordert, verschiedene Tarife, die schon zehn Jahre unverändert waren, an Inflation anzupassen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:14)
pixabay

Neben dem Voranschlag für 2021 und dem Nachtragsvoranschlag 2020 beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung im Jahr auch noch einige Gebührenerhöhungen. „Das war notwendig, weil das Land schon 2019 im Zuge einer Haushaltsprüfung festgestellt hat, dass einige Tarife seit vielen Jahren nicht mehr angepasst wurden und daher Handlungsbedarf besteht“, berichtet St. Peters Bürgermeister Johannes Heuras.

Der Prüfungs- und Finanzausschuss war beauftragt, sich mit dem Thema zu befassen, und so brachte dessen Obmann, Jürgen Haunschmid von der FPÖ, in der Sitzung einen entsprechenden Antrag ein.

Angehoben wurde der Einheitssatz für die Aufschließungsabgabe auf 520 Euro, wie in den meisten anderen Gemeinden im Bezirk bereits vor einigen Jahren geschehen. In St. Peter war er seit 2010 auf 450 Euro eingefroren.

Ebenfalls seit 2010 unverändert war die Abgabe für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial. Da beschloss der Gemeinderat nun eine Erhöhung von 65 auf 100 Euro pro Jahr. Der Tarif für Nutzhunde bleibt gleich.

Die Marktstandsgebühren für Marktfahrer beim Kirtag in St. Peter wurde von vier auf fünf Euro pro Laufmeter angehoben und die Tagsatzung für die Benützung der Aufbahrungshallen von 33 auf 50 Euro (letzte Erhöhung ebenfalls 2010).

Auch Eintritt ins Freibad wird geringfügig teurer

Schließlich wurde auch noch der Eintritt ins St. Peterer Freibad, der auch seit einem Jahrzehnt eingefroren und laut Land im Vergleich mit anderen Preisen niedrig war, angehoben: Die ermäßigte Tageskarte kostet statt 1,50 künftig daher 1,80 Euro.

Der Antrag auf die Gebührenerhöhung wurde mehrstimmig angenommen. Dabei kam es zu der paradoxen Situation, dass die beiden anderen FP-Mitglieder gegen jene Anträge stimmten, die ihr Parteikollege als Ausschussobmann einbrachte. „Das ist schon eine besondere Ironie“, meinte dazu VP-Fraktionsobmann Hermann Stockinger. „Wir haben dem Antrag zugestimmt, weil wir meinen, dass Obmann Jürgen Haunschmid und sein Ausschuss einen wohlüberlegten Vorschlag erarbeitet haben.“ Insgesamt seien alle Erhöhungen (mit Ausnahme jener für die Kampfhunde) geringer ausgefallen, als es der Inflationsrate entsprochen hätte.