Landesstraße in Ardagger wird verlegt. Projekt ist Teil der Vorbereitungen für einen Nahversorger in der Nähe der Mittelschule. Traditions-Kaufhaus Moser sperrt mit Ende des Jahres 2021 zu.

Von Peter Führer. Erstellt am 23. Dezember 2020 (03:36)
Hier wird künftig die Kreuzung Bundesstraße/Landesstraße verlaufen und zwischen neuer Landesstraße und dem Turnsaal ein Nahversorgungszentrum entstehen, wie Bürgermeister Hannes Pressl berichtet.
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Die Landesstraße im Bereich der Mittelschule wird verlegt. So soll im kommenden Jahr eine neue Abzweigung von der Bundesstraße Richtung Norden entstehen. Geplant ist, dass die Arbeiten bis Herbst 2021 abgeschlossen sein werden. Die Gemeinde übernimmt zudem die bisherige Landesstraße Kirchfeld. Diese wird zur reinen Siedlungsstraße, da sie von der Gutenbergkreuzung abgetrennt wird. Das beschloss der Gemeinderat einstimmig.

Kein Nahversorger mehr ab Ende 2021

„Der Optimalfall wäre ein Baubeginn im Oktober 2021 und eine Eröffnung Anfang 2023.“ Bürgermeister Hannes Pressl über den Fahrplan des neuen Nahversorgungs- und Dienstleistungszentrums

Die Verlegung dient dazu, das Areal für die Errichtung eines neuen Nahversorgungs- und Dienstleistungszentrums vorzubereiten. „Franz Moser vom Kaufhaus Moser hat angekündigt, dass er mit Ende 2021 in Pension gehen wird. Er ist eine Institution bei uns. Wir wollen unbedingt weiterhin Nahversorgungsmöglichkeiten bieten und haben in Analysen festgestellt, dass viele ihre Lebensmittel in Grein oder Amstetten kaufen. Mit diesem Projekt soll auch in Ardagger ein breites Angebot geschaffen werden. Eine Voraussetzung dafür ist die Verlegung der Landesstraße“, erklärt Bürgermeister Hannes Pressl zum Projekt. Der Platz neben der Schule habe sich dabei auch dank der hohen Verkehrsfrequenz angeboten.

Derzeit befindet man sich in Gesprächen mit einem privaten Unternehmer aus Ardagger, der den Nahversorger in Partnerschaft mit einem Handelsunternehmen betreibt. Bis das Geschäft aber aufsperren kann, wird es noch einige Zeit dauern. „Der Optimalfall wäre ein Baubeginn im Oktober 2021 und eine Eröffnung Anfang 2023“, schildert Pressl. Man arbeite zwar an einer Übergangslösung, aber es könne auch sein, dass es nach der Pensionierung von Franz Moser eine gewisse Zeit keinen Nahversorger in Ardagger Markt/Stift geben wird. Der neue Nahversorger soll schließlich über eine Gesamt-Verkaufsfläche von 650 bis 750 Quadratmetern verfügen. Dazu kommen noch bis zu 350 Quadratmeter Nebenflächen, zum Beispiel als Lager, und Parkmöglichkeiten. „Es werden auch mindestens zwei Obergeschoße dazukommen für Dienstleistungen und Wohnmöglichkeiten“, führt Pressl weiter zum Projekt aus.

Auch das umliegende Areal könnte in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden und somit zusätzliche Möglichkeiten für den Dienstleistungs- und Wohnbereich entstehen.