Christoph Hager verstärkt Amstettner NEOS. Christopher Hager wird bei der Gemeinderatswahl für die Partei kandidieren. Roman Kuhn rechnet sich gute Chancen auf ein zweites Mandat aus.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. August 2019 (05:31)
Knapp
Roman Kuhn (links) und Christopher Hager. Die NEOS erhoffen sich bei der Gemeinderatswahl 2020 zwei Mandate.

Bisher war Roman Kuhn von den NEOS eine Einmannfraktion. Bei der kommenden Gemeinderatswahl soll sich das ändern. Kuhn rechnet sich gute Chancen auf ein zweites Mandat aus und hat auch schon einen Mitstreiter gefunden. Christopher Hager, vielen Amstettnern sicher als langjähriges Mitglied der Theatergruppe ULK bekannt, wird für die NEOS antreten. „Ich habe an einer Veranstaltung der Partei im Pielachtal teilgenommen und dabei auch Roman Kuhn kennengelernt. Mit den NEOS habe ich schon länger sympathisiert, weil sie nicht einfach gegen etwas sind, sondern im Land wirklich etwas verändern wollen. Mein Entschluss, mich zu engagieren, ist langsam gewachsen.“

Kuhn freut sich natürlich, dass die Parteiarbeit künftig auf vier Schultern ruhen wird. „In der Privatwirtschaft ist es nämlich oft schwierig, Beruf und politisches Engagement unter einen Hut zu bekommen. Da haben es Leute, die im öffentlichen Dienst tätig sind, natürlich leichter.“

Ansprechstelle für die Wirtschaft

Inhaltlich fordern die NEOS in Sachen Stadtentwicklung eine klarere Linie. „Einerseits haben wir in Amstetten ein Leerflächenmanagement eingesetzt, andererseits aber in Hausmening ein großes Einkaufszentrum genehmigt. Das geht nicht zusammen“, sagt Kuhn. Es brauche in der Stadt zudem eine klare Ansprechstelle für die Wirtschaft. „Das muss ein Vollservice-Center sein, das auch bei Ansiedlungen von Betrieben behilflich ist. Und wir brauchen auch jemanden, der außerhalb Amstettens Lobbying für die Stadt betreibt.“

Ob die NEOS sich nach der Wahl auch an einer Stadtregierung beteiligen würden, lässt Kuhn offen. „Wir werden mit allen sprechen, außer der FPÖ, die ja keine neuen Ideen eingebracht, sondern sich selbst zerfleischt und dem Image der Stadt geschadet hat.“ Vorbehalte hegt Kuhn auch gegen Jürgen Wahl, sollte dieser, wie angekündigt, kandidieren und den Einzug in den Gemeinderat schaffen. Vorerst liegt der Focus aber natürlich noch auf der Nationalratswahl. Auch da erhofft sich Kuhn in Amstetten ein gutes Ergebnis. Im Zuge des Wahlkampfes ist auch eine Veranstaltung mit einem prominenten Kandidaten in Planung.