„Realistische Chancen" für VP Amstetten. Landeshauptfrau Mikl-Leitner ist zuversichtlich, dass Christian Haberhauer die Stadt politisch drehen kann.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 14. Januar 2020 (05:00)
Unterstützen ÖVP-Spitzenkandidat Christian Haberhauer: Business-Angel Michael Altrichter, HAK-Direktorin Brigitte Bartmann, ÖBB-Immobilienmanager Günter Sterlike und Gastronom Robert Gelbmann mit Moderator Tom Bläumauer.
Hudler

„Wenn ich in ein paar Wochen wieder nach Amstetten komme, dann hoffe ich, dass ich von einem Bürgermeister Christian Haberhauer begrüßt werde!“

Keinen Zweifel ließ am Mittwochabend der Vorwoche bei der Kandidatenpräsentation der ÖVP-Amstetten in der Pölz-Halle Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner daran, was das Wahlziel ihrer Partei in der Bezirkshauptstadt ist. Beim Neujahrsempfang der Bezirks-ÖVP bekräftigte sie es auch nochmals. „Wir haben in Amstetten nach langer Zeit realistische Chancen, weil wir erstmals seit langer Zeit einen wirklich charismatischen Spitzenkandidaten haben!“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und VP-Hoffnungsträger Christian Haberhauer mit den Kandidaten der ÖVP für die Gemeinderatswahl in Amstetten.
ÖVP

Mikl-Leitner attestierte Haber hauer eine „unglaublich gewinnende Art und, dass er wirklich auf alle Menschen offen und freundlich zugeht. Wie ernst es ihm damit ist, Amstetten besser zu machen, zeigt sich auch daran, dass er dafür sogar seinen Job aufgegeben hat.“

Bei der Kandidatenpräsentation traten aber auch prominente Unterstützer auf. HAK-Direktorin Brigitte Bartmann und Gastronom Robert Gelbmann hatten sich ja schon im Vorfeld als Haberhauer-Fans geoutet. In der Pölz-Halle streuten nun auch noch Business-Angel Michael Altrichter und Günter Sterlike vom ÖBB-Immobilienmanagement dem VP-Spitzenkandidaten Rosen. „Es gibt Leute, die etwas umsetzen wollen und auch das Können dazu haben. Christian Haberhauer ist so ein Mensch“, erklärte Altrichter.

Die richtigen Menschen ans Ruder lassen

Sterlike betonte, dass das „Quartier A zukunftsorientiert ist und etwas Großes daraus werden kann, wenn man die richtigen Menschen in Amstetten ans Ruder lässt.“ Es sei zwar in der Stadtpolitik nicht alles schlecht, sie verabsäume es aber, auf die Menschen zuzugehen und Lösungen für ihre Sorgen anzubieten. Haberhauer selbst versprach im Gespräch mit Moderator Tom Bläumauer „100-prozentiges Engagement für die Stadt. Wir wollen Amstetten besser machen!“ Haberhauer berichtete, dass er seit Oktober bei 15 Stammtischen mit rund 600 Personen ins Gespräch gekommen sei und auch mit den Obmännern aller 150 Vereine der Stadt Kontakt aufgenommen habe. „Dabei habe ich zum Teil Unglaubliches erfahren. Die Stadtpolitik hat es verlernt, den Menschen zuzuhören und das will ich ändern.“

Als Ergebnis der Bürgergespräche hat die ÖVP ein Zehnpunkteprogramm für die Stadt ausgearbeitet. „Wir wollen die Innenstadt wieder zum Zentrum des Mostviertels machen, wo jeder, der die Region besucht, einfach hin muss“, betonte der VP-Spitzenkandidat.

„Verkehrsprobleme lassen sich lösen“

Angehen will er auch die großen Verkehrsprobleme in der Stadt. „Die lassen sich lösen, wenn man mit den Grundeigentümern spricht.“ Stärken will Haberhauer auch die Ortsteile, die von der Stadtregierung vernachlässigt worden seien.

Im Team Haberhauer finden sich altgediente Mandatare aber auch sehr viele Newcomer. „Rund 60 Prozent der Kandidaten sind neu und 40 Prozent sind unter 40 Jahren“, erklärte der Spitzenkandidat.

Mikl-Leitner forderte alle Funktionäre und Sympathisanten auf, in den kommenden Tagen Überzeugungsarbeit zu leisten in der Familie, am Arbeitsplatz, auf der Straße. Denn nur unter der Führung der ÖVP werde Amstetten aufblühen. „Wir haben schon in anderen Städten, die wir politisch gedreht haben, bewiesen, dass wir aus einem Rohdiamanten einen Brillanten machen können.“

Dank sprachen sowohl Haber hauer als auch Mikl-Leitner dem scheidenden Vizebürgermeister Dieter Funke für sein langjähriges Engagement aus.