Amstettner fast 150.000 Euro abgeknöpft: „Ein klassischer Betrug“

Erstellt am 14. Juli 2022 | 06:13
Lesezeit: 2 Min
Justiz Gericht Symbolbild
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Foto: APA/Webpic
Über zwei Jahre soll ein Amstettner fast 150.000 Euro einer Frau überlassen haben, die er im Internet kennengelernt hatte.
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Zwei Jahre lang soll eine 26-Jährige einen Amstettner ausgenommen haben. Fast 150.000 Euro soll er ihr in angeblichen Darlehen überlassen haben. Von Rückzahlungen fehlt jede Spur.

Kennengelernt haben sollen sich die beiden übers Internet. Die junge Mutter soll dem Amstettner vorgetäuscht haben, Alleinerziehende von zwei Kindern zu sein und dringend Geld zu brauchen. In Wahrheit soll sie mit ihren drei Kindern bei ihrem Ex-Partner gelebt haben. Die Angeklagte stritt ab, je die Absicht gehabt zu haben, ihr Opfer zu betrügen. Sie habe immer vorgehabt, das Geld zurückzuzahlen.

Im März 2020 soll sie zum ersten Mal Geld gefordert haben. Damals soll sie dem Amstettner erzählt haben, sie hätte Schulden bei Männern aus dem Kremser Rotlicht-Milieu. Vor Gericht gestand sie, dass dies gelogen war. Auch soll sie dem 50-Jährigen vorgetäuscht haben, entführt worden zu sein und Lösegeld zu brauchen.

Die Frau hat bereits eine einschlägige Vorstrafe, 2019 soll sie einen Mann aus Linz um 5.000 Euro betrogen haben. Der Richter bezeichnete auch diesen Fall als „ganz klassischen Betrug“. Das Opfer ist allerdings überzeugt, dass ihre Beziehung echt war.

Der Richter verhängte eine unbedingte Haftstrafe von zwei Jahren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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