Gesichtsschilder aus dem 3-D-Drucker. Laut Statistik des Gesundheitsministeriums gab es von Samstag auf Sonntag (Stand 26.4., 13 Uhr) keine neuen Covid-19-Erkrankungen im Bezirk Amstetten. Es werden weiterhin insgesamt 291 Infektionen ausgewiesen. Um die 220 Personen - genaue Daten gibt es von der Behörde leider nicht - dürften schon wieder gesund sein. In Amstetten leistet indessen auch das Gymnasium einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie.

Von Red. Amstetten. Erstellt am 26. April 2020 (15:08)
Initiator Markus Haselböck und Andreas Lahmer vom IT-Team des Gymnasiums Amstetten, wo mit dem 3-D-Drucker Gesichtsschilder produziert werden.
Gymnasium Amstetten

Das IT-Team des Ostarrichi-Gymnasiums hat sich einer Initiative von Markus Haselböck (www.e3.at) angeschlossen und produziert unentgeltlich mit den 3D-Druckern der Schule Gesichtsschilder für Berufsgruppen, die besonderen Schutz brauchen. Mittlerweile wurden mehr als 250 Stück hergestellt und bereits übergeben, etwa an das Rote Kreuz oder an Augenarzt-Ordinationen. 

Gedruckt wird mit dem Material PLA, das aus regenerativen Quellen gewonnen wird und daher kein umweltschädliches Plastik darstellt. Direktor Josef Spreitz ist von der Aktion begeistert: „Auch wenn der Schulbetrieb derzeit nur auf kleinster Flamme läuft, können wir mit dieser Initiative unsere wertvollen Ressourcen in den Dienst der guten Sache stellen und einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise leisten. Besonders danke ich meinem IT-Team für sein Engagement!“ 

Der Privatinitiative von Markus Haselböck, Geschäftsführer eines Webhosterunternehmens aus Münichreith (Bezirk Melk), haben sich mittlerweile mehr als 30 Personen und Institutionen angeschlossen. "Ich habe dieses Projekt gestartet, weil ich - als großer Elektroauto-Fan - gelesen habe, dass Elon Musk in Amerika seine stillgelegten Fabriken dazu nutzt, um Beatmungsgeräte für New York kostenlos herzustellen. Und da mein 3D-Drucker derzeit auch ruht und ich von diesem Gesichtsschutz gelesen habe, die man drucken kann - dachte ich mir, ich könnte in diese schwierigen Zeit auch etwas beisteuern", erklärt der Münichreithner.