„Community nurse“ kommt nach Ardagger

Erstellt am 16. Februar 2022 | 03:56
Lesezeit: 3 Min
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Foto: Shutterstock.com/Varavin88
Ardagger wurde als einer von nur 190 Standorten österreichweit für das Pilotprojekt „Community Nurse“ ausgewählt. Dieses soll nach dem Sommer starten.
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Erfreuliche Nachrichten gibt es in der Gemeinde in Bezug auf die Gesundheits- und Pflegeversorgung. Denn Ardagger erhält als einer von österreichweit 190 Standorten eine „Community Nurse“.

Dabei handelt es sich um eine diplomierte Gesundheits- oder Krankenpflegekraft, die im Gemeindegebiet als wichtige Anlaufstelle fungieren soll. Das Pilotprojekt wurde vorerst bis 2024 zugesagt. In naher Zukunft soll die Ausschreibung erfolgen. „Es kann ein sehr gutes ergänzendes und niederschwelliges Angebot sein. Für uns ist es natürlich sehr erfreulich, dass wir ausgewählt wurden. Die Person soll künftig als Drehscheibe, etwa bei Fragen zur Pflege oder Gesundheit, tätig werden. Da geht es auch um Unterstützung in organisatorischen Dingen“, erklärt Bürgermeister Hannes Pressl.

Die „Community Nurse“ soll dabei in Kontakt und Austausch mit der älteren Bevölkerung, ab etwa 75 Jahren, stehen. Die Pflege an sich ist dabei kein Bestandteil der Tätigkeit. Vielmehr geht es um eine, wie Pressl formuliert, „beratende, mutmachende, bei der Hand nehmende Kraft, die begleitet und zum Beispiel auch die Wohn- und allgemeine Lebenssituation im Auge hat.“

Unterstützung für pflegende Angehörige

Ein zentrales Element ist dabei die Unterstützung von pflegenden Angehörigen. Hier solle die „Nurse“ eine wichtige unterstützende Funktion übernehmen. „Angehörige stehen oft unter einem irrsinnigen Druck, der manchmal auch zu einer Riesenüberforderung führen kann. Da ist es gut, wenn man sich austauschen kann“, ist Pressl überzeugt. Zuletzt soll das Modell auch im Bereich der Gesundheitsvorsorge das Angebot der Gesunden Gemeinde ergänzen.

Die Förderzusage lautet übrigens auf 290.000 Euro. Das inkludiert unter anderem Personal- und Mietkosten. „Wir schauen, wie sich das Projekt entwickelt und wie dann der Bund 2024 entscheidet. Natürlich hoffen wir, dass es positive Wirkungen gibt und es danach weitergeht“, sagt Pressl. Die Ausschreibung soll in Zusammenarbeit mit der Diakonie Oberösterreich, die als Partner agiert, erfolgen. „Für uns ist das natürlich ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung“, erklärt Ortschef Pressl abschließend. Spätestens nach dem Sommer soll das Projekt starten.

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