Kampf um MRT in Amstetten geht weiter

Erstellt am 04. Februar 2022 | 05:19
Lesezeit: 2 Min
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Norbert Kunz hält auch nach der abschlägigen Antwort des Gesundheitsministers an der Forderung nach einer besseren MRT-Versorgung fest und will an den Bundespräsidenten appellieren.
Foto: Knapp
Norbert Kunz fordert unermüdlich eine noch bessere Versorgung der Region.
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Es erinnert schon fast an den Kampf Don Quijotes gegen die Windmühlen: Unermüdlich setzt sich Bürgerlisten-Aktivist Norbert Kunz für eine bessere Versorgung der Region mit MRT-Geräten ein. Zuletzt forderte er in einem Brief an Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein einen Kassenvertrag für rund 10.000 MRT-Untersuchungen für das Amstettner Diagnosezentrum der Ärzte Jülg und Stadlbauer, die dort ja auf eigene Kosten einen MRT anschaffen. „Jedoch müssen die Patienten für eine Untersuchung rund 220 Euro zahlen und das werden sich nicht alle leisten können, vor allem in Zeiten, in denen alles teurer wird. Deshalb ist ein Kassenvertrag so wichtig“, sagt Kunz.

Vom Gesundheitsministerium bekam er allerdings eine ablehnenden Antwort. Die Vergabe von Kassenverträgen sei Sache der Sozialversicherungsträger und nicht des Ministeriums. Die Versorgungsregion sei mit drei MRT in Waidhofen und im Landesklinikum Amstetten ausreichend versorgt, denn die durchschnittliche Wartezeit der Patienten betrage mit Stand 16.12.2021 neun Werktage. „Dieser Wert stimmt sicher nicht. Ich spreche ja oft mit Patienten und die warten bis zu vier Wochen. Ich kann nicht verstehen, dass man das neue Gerät, das in Amstetten bald vorhanden sein wird, nicht effektiv nutzen will. Gerade einem Grünpolitiker wie dem Gesundheitsminister sollte es doch auch wichtig sein, die Anfahrtswege zu den MRTs zu verkürzen. Die Leute kommen ja auch aus Scheibbs, Melk und sogar aus Oberösterreich und der Steiermark.“

Kunz wirft auch jetzt die Flinte noch nicht ins Korn. „Wenn sonst nichts hilft, dann werde ich mich eben an den Bundespräsidenten wenden.“

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