Kinderstation im LK Amstetten: „Situation ist herausfordernd“

Erstellt am 28. Dezember 2022 | 02:50
Lesezeit: 2 Min
ams46mariannee Uneinigkeit über Personalmangel am Landesklinikum Amstetten
Das Landesklinikum Amstetten
Foto: Kovacs
„Tripple-Infektionswelle“ aus Corona, Influenza und RS-Virus sorgt für viele Krankheitsfälle an Feiertagen. Gabriele Lehenbauer gibt Einblick in die Kinderstation des Amstettner Spitals.
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Das Coronavirus hat in den vergangenen Jahren vielen Freizeitplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aktuell sorgt eine „Tripple-Infektionswelle“ für krankheitsbedingtes Fernbleiben von den Feierlichkeiten: Neben Corona kämpfen viele Patientinnen und Patienten dieser Tage mit Influenza-Erkrankungen und dem RS-Virus. Das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz eben RSV genannt, kann dabei auch für Kinder gefährlich werden.

„RSV ist ein verbreiteter Erreger von akuten Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. In der Saisonalität und Symptomatik ähnelt der RS-Virus der Influenza. Vor allem für Frühgeborene und bei Erkrankten, die unter einer Lungenfunktionsstörung, an einem Herzfehler oder einer Immunschwäche leiden, kann das RS-Virus gefährlich sein“, informiert Gabriele Lehenbauer aus dem Amstettner Klinikum, welches innerhalb des Mostviertels über eine Kinderstation verfügt.

Fünf Kinder mit dem RS-Virus in Behandlung

Kurz vor Weihnachten befanden sich dort fünf Kinder mit RS-Virus in stationärer Behandlung. „Bei hohem Fieber und Atemnot sollte man bei RSV dringend einen Arzt aufsuchen“, erläutert sie.

Die „Tripple-Infektionswelle“ sorge laut Lehenbauer für einen Anstieg der Patientinnen und Patienten im Klinikum: „Durch die Maskenpflicht in vielen Bereichen des täglichen Lebens kam es in den vergangenen zwei Jahren zu weniger Ansteckungen.“

Die vielen Krankheitsfälle wirken sich dabei naturgemäß auch auf den Betrieb im Spital aus. „Die Situation ist herausfordernd“, räumt Lehenbauer ein, „aber die niedrigere Nachfrage nach planbaren Behandlungen über die Feiertage kommt uns entgegen.“ Zusätzlich zum erhöhten Patientenaufkommen mache sich die „Tripple-Infektionswelle“ aber noch woanders bemerkbar: Auch die Zahl der Krankenstände beim Personal sei dadurch angestiegen.

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