Ringen um Fördermittel im Bezirk Amstetten

Erstellt am 27. Mai 2022 | 12:25
Lesezeit: 3 Min
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Wolfgang Voglauer (IKW, links) und Landtagsabgeordneter Anton Kasser berichten über den Antrag.
Foto: Peter Führer
Zwanzig Gemeinden reichten gemeinsam um Bundesfördermittel für den Glasfaserausbau ein. Sie schließen sich zu einem großen Ausbaugebiet zusammen.
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Um die Chancen für eine Zusage zu erhöhen, schlossen sich 20 Gemeinden in der Region zusammen. Sie reichten gemeinsam beim Förderprogramm Breitband Austria 2030 ein. Mit Unterstützung der nöGIG, sowie der Planungsbüros IKW und Schuster. „Das Ziel aller Bürgermeister und Bürgermeisterinnen ist der flächendeckende Ausbau. In einigen Kerngebieten ist dieser bereits umgesetzt, andere haben begonnen oder beginnen bald. Für die Bundesförderung aus der Breitbandmilliarde macht es Sinn, zu kooperieren“, erklärte Landtagsabgeordneter Anton Kasser. Ein Kriterium für eine Zusage sei nämlich, wie Wolfgang Voglauer (Planungsbüro IKW) erläutert, die Anzahl der förderfähigen Häuser. Je mehr Häuser, desto mehr Punkte gibt es und desto besser stehen die Chancen für eine Berücksichtigung.

Gesamtkosten: 78 Millionen Euro

Beantragt wurde beim Bund Fördermittel in der Höhe von 41,8 Millionen Euro für insgesamt 6.300 Haushalte. „Dazu kommen, sollte Antrag positiv bewertet werden, vom NÖ Wirtschafts- und Tourismusfonds weitere 16 Millionen Euro“, sagt Kasser. Bei Gesamtkosten des Investitionsforhabens von 78 Millionen Euro blieben dann 20 Millionen Euro übrig, die noch von den Gemeinden finanziert werden müssten. Es liegen aber auch noch bereits 3,3 Millionen Euro einer früheren Förderzusage vor. „Wir haben beim Programm OpenNet eingreicht. Hier kann dann jeder über das Netz anbieten. Insgesamt befinden sich 450 Millionen Euro im Topf, davon 129 Millionen für Niederösterreich.“, führt Voglauer aus. Die Entscheidung fällt eine anonyme Fachjury anhand vorgebener Bewertungskriterien. Bis Sommer soll diese erfolgen, danach die Ausschreibung und im günstigen Fall der Baustart im kommenden Jahr.

Übrigens: Entscheidend dafür, welche Gebiete von welchen Gemeinden eingereicht wurden, war die Förderfähigkeit. Dort, wo die Verbindung etwa bereits sehr gut ist, ist eine solche nicht gegeben. „Es wird da gibt es aber künftig Calls geben, wo diese Gebiete vielleicht berücksichtigt werden können“, weiß Kasser.

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