St. Georgener Altbürgermeister Alois Jäger verstorben

Erstellt am 16. Februar 2022 | 03:53
Lesezeit: 3 Min
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Einst jüngster Bürgermeister Niederösterreichs: Alois Jäger.
Foto: Otmar Gartler
Der legendäre Altbürgermeister von St. Georgen/Ybbsfelde war einer der längst amtierenden Bürgermeister.
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Große Trauer herrscht um Altbürgermeister Ökonomierat Alois Jäger, von 1965 bis 1998 Gemeindeoberhaupt von St. Georgen/Ybbsfelde, der am 6. Februar 2022 verstorben ist.

Alois Jäger ist am 23. Mai 1938 in St. Georgen geboren. Nach der Pflichtschule absolvierte er die landwirtschaftliche Fachschule und führte in der Folge den landwirtschaftlichen Betrieb in Matzendorf. Am 26. April 1965 wurde er zum Bürgermeister gewählt und war somit im Alter von 26 Jahren der jüngste Bürgermeister Niederösterreichs. Der Hochzeit im Jahr 1965 mit Maria folgten die Geburten seiner drei Töchter.

In seiner langjährigen Amtszeit als Bürgermeister wurden unzählige Projekte realisiert. Dabei drückte er der Gemeinde durch seinen Elan und Tatendrang seinen Stempel auf. Historische Ereignisse waren vor allem 1971 die Gemeindezusammenlegung St. Georgen mit Krahof und 1976 die Markterhebung. Die rege Gemeindeentwicklung war auch mit einem starken Bevölkerungszuwachs verbunden.

Viele Herausforderungen während der Amtszeit

Der Zuwachs war auch Grund für zahlreiche Herausforderungen. So sind die Errichtung eines flächendeckenden Kanals, der Wasserversorgung, des Kindergartens, des Volksschulgebäudes und zahlreicher Wohnbauten sowie die Entwicklung des Betriebsgebietes Meilensteine in Jägers Ära. Am Bau des FF-Sicherheitszentrums war er ebenfalls federführend beteiligt. Zu seinen Ehren trägt es auch seinen Namen. Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister war Alois Jäger auch in zahlreichen weiteren Funktionen aktiv. So war er langjähriges Vorstandsmitglied der Raika St. Georgen/Ybbsfelde, Kammerrat der Bezirksbauernkammer, Obmann des Bauernbundes, Jadgleiter der Jagdgenossenschaft St. Georgen/Ybbsfelde, Bezirksobmann des Ländlichen Fortbildungswerkes, Pfarrgemeinderat, Obmann-Stellvertreter und Gründungsmitglied der Trachtenkapelle und vieles mehr.

Am 15. September 1998 trat er nach 33 Jahren als einer der längst amtierenden Bürgermeister aus eigenem Wunsch zurück. Seitens der Marktgemeinde wurde er für seine Verdienste 1990 mit dem Ehrenring der Gemeinde ausgezeichnet. Die Ehrenbürgerschaft wurde ihm am 24. Mai 1998 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung verliehen.

Der Trauergottesdienst findet am Montag, 21. Februar, um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Georgen am Ybbsfelde statt. Die Möglichkeit zur persönlichen Abschiednahme besteht am Sonntag, 20. Februar, ab 9 Uhr in der Aufbahrungshalle St. Georgen am Ybbsfelde.

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