Erstellt am 25. Januar 2011, 00:00

Großer Wirbel um Kuh Faironika. STREIT / Entfernung des Plastikrinds erzürnt IG Milch-Sprecher Bühringer: Er wirft nun Bauernbundobmann Aigner vor, Druck ausgeübt zu haben. Aigner weist das zurück.

Bei Kindern war die Kuh Faironika besonders beliebt.ZVG  |  NOEN
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VON HANNES HIRTENLEHNER

BIBERBACH / Von September 2006 bis November 2010 stand die rot-weiß-rote Plastikkuh „Faironika“ im Garten des Gasthauses Kappl und war vor allem bei den Kindern sehr beliebt. „Doch seit einigen Wochen ist Faironika, das Symbol für einen fairen Milchpreis und der Werbeträger für die als Testsieger beste Milch des Landes, von dort verschwunden“, berichtet Biberbachs IG Milch-Sprecher Josef Bühringer verärgert: „Am Tag des Bauernbundballs gab die Familie Kappl den mehrjährigen Forderungen des Ortsbauernbundobmannes Josef Aigner nach, die Kuh von diesem stark frequentierten Platz zu entfernen. Wegen der Androhung, keine Veranstaltungen des Bauernbundes mehr im Gasthaus Kappl abzuhalten, wurde Faironika bis auf Weiteres entfernt.“

Auch bei einem Gespräch zwischen Bühringer und Aigner konnten sich die beiden nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen. „Die Interessensgemeinschaft Milch sieht darin einen massiven demokratiepolitischen Verstoß“, meinte Bühringer. „Um die Familie Kappl nicht wirtschaftlich zu schädigen“, rückten die Bauern der IG Milch von ihrem Anliegen ab, dass die rot-weiß-rote Kuh wieder an ihrem alten Platz aufgestellt werden sollte. Nun suchen die Bauern der IG Milch nach einem neuen Platz für Faironika. „Über Unterstützung würden wir uns freuen“, meint Bühringer, Kontakt: 0664/5132786.

Bauernbundobmann Josef Aigner ist indessen über die Vorwürfe Bühringers empört: „Es geht da gar nicht mehr um die Kuh. Bühringer will eine Schmutzkampagne gegen mich starten. Ich habe jedenfalls niemand unter Druck gesetzt. Und Bürgermeister Karl Latschenberger hat sogar einen alternativen Standort angeboten, der aber abgelehnt wurde.“

Angelika Kappl wollte keine Stellungnahme zur heiß umstrittenen Faironika abgeben: „Wir sind lange genug zwischen den Fronten gestanden.“