Kindergarten: Startschuss für Neubau. Alter Kindergarten Allersdorf wird abgerissen und am selben Standort ein neues Haus errichtet. Die Schule wird saniert.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. September 2016 (03:58)
Hermann Knapp
Stadtrat Gerhard Riegler, Christopher Lottersberger, Elisabeth Asanger, Landtagsabgeordneter Anton Kasser, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Vizebürgermeister Dieter Funke, Kindergartenleiterin Eva Ehrenweber, Vizebürgermeisterin Ulrike Königsberger-Ludwig, Volksschuldirektorin Daria Schröckenstein, Vizebürgermeister Michael Wiesner, Gerhard Scharfmüller und Richard Biber vom Stadtbauamt. Foto: Hermann Knapp

Fast 50 Jahre hat der Kindergarten in Allersdorf schon auf dem sprichwörtlichen Buckel. Kein Wunder also, dass die Räumlichkeiten nicht den heutigen pädagogischen Standards entsprechen. „Das in Kombination mit dem schlechten Zustand der Bausubstanz hat uns zum Neubau bewogen. Das ist billiger als das alte Haus zu sanieren“, sagte SP-Sozialstadtrat Gerhard Riegler beim offiziellen Spatenstich am Mittwoch.

Auch Volksschule wird zeitgleich saniert

Das alte zweigruppige Haus wird also abgerissen und an seiner Stelle ein neuer dreigruppiger Kindergarten errichtet. Während der einjährigen Bauzeit werden die Kleinen im alten Eggersdorfer Kindergarten betreut. „Wir wollten diesen vor zehn Jahren eigentlich veräußern, aber es hat sich kein Käufer gefunden. Zum Glück, denn inzwischen ist das Haus als Ausweichkindergarten für uns fast unentbehrlich“, sagte Bürgermeisterin Ursula Puchebner.

Zugleich mit dem Kindergartenneubau wird auch die Volksschule Allersdorf saniert und um einen Zubau erweitert. Es wird dabei auch eine Verbindung der beiden Bildungsstätten geschaffen. Die neuen Räumlichkeiten – Speisesaal, Küche, Abstellraum sowie Aufenthaltsraum – können künftig sowohl von der Schule als auch vom Kindergarten genutzt werden. Die Volksschule wird zusätzlich thermisch saniert, der Turnsaal innen erneuert.

Land unterstützt mit Annuitätenzuschuss

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Der alte Kindergarten in Allersdorf ist baulich desolat und muss daher einem Neubau weichen.

VP-Landtagsabgeordneter Anton Kasser lobte die Stadt Amstetten, weil sie konsequent versuche, den steigenden Anforderungen im modernden Bildungswesen gerecht zu werden. „Die nötige Infrastruktur zu schaffen ist eine Aufgabe, die nie endet. Die Gemeinden sind ständig gefordert, auf neue Entwicklungen zu reagieren, sei es Ganztagsbetreuung, die Integration oder die Befindlichkeiten der Eltern.“

Das Land, so Kasser, unterstütze die Kommunen dabei natürlich finanziell so gut wie möglich – im konkreten Fall mit einem Annuitätenzuschuss.

Der VP-Politiker wies außerdem auf den wichtigen Impuls für die heimische Wirtschaft hin, den ein Projekt wie der Kindergartenneubau darstelle. Bis Jänner 2018 soll das Projekt verwirklicht werden, bei der Schule muss vieles ja bei laufendem Betrieb geschehen.

Die Arbeiten an der Schule werden etwa 3,3 Millionen Euro (exkl. Mwst) verschlingen, der neue Kindergarten wird sich mit rund 1,9 Millionen Euro (exkl. Mwst) zu Buche schlagen.

Daten zum Projekt:

  • Die thermische Sanierung der Volksschule wird die Erneuerung der Dacheindeckung, die Dämmung der obersten Geschoßdecke sowie der Fassade und einen Tausch aller Fenster- und Außenportale inklusive Sonnenschutz umfassen.
  • Im Jänner 2018 sollen die Arbeiten an beiden Gebäuden abgeschlossen sein. Diese werden dann auch die klima:aktiv-Kriterien erfüllen.
  • In die Schule werden rund 3,3 Millionen Euro (exkl. Mwst) investiert, der neue Kindergarten wird rund 1,9 Millionen Euro (exkl. Mwst) kosten.