Url wird renaturiert

Erstellt am 24. März 2022 | 06:26
Lesezeit: 2 Min
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Preinsbachs Ortsvorsteher Andreas Gruber, Bürgermeister Christian Haber- hauer, Grundbesitzerin Claudia Marksteiner, Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder, Umweltgemeinderätin Michaela Paffeneder und Ortsvorsteher Manuel Scherscher freuen sich auf das Renaturierungsprojekt bei der Url.
Foto: Stadtgemeinde
Fluss soll im Bereich von Winkling Richtung Öhling wieder Schlingen bekommen und mehr Lebensraum für Fauna und Flora.
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Gut Ding braucht Weile: Schon im Jahr 2017 wurde ein Renaturierungsprojekt für die Url im Bereich von Winkling Richtung Öhling präsentiert, wo der Fluss ja in den letzten Jahrzehnten stark begradigt wurde. Doch die Grundverhandlungen erwiesen sich als schwieriger als erwartet und da auch nicht alle Flächen zu haben waren, mussten Umplanungen vorgenommen werden.

Noch sind diese nicht ganz abgeschlossen, aber es zeichnet sich ein Projekt ab, das dem Fluss Raum zurückgeben soll. „Ziel ist es, Schlingen mit Flach- und Steilufern neu herzustellen. Es sollen Buchten und tiefe Kolke für Fische entstehen und Totholzstrukturen und Stillgewässer werden neue Rückzugsorte für Jungfische bieten“, sagt Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder. Für Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder ist es wichtig, dass auch seltene Tier- und Pflanzenarten wie der Eisvogel und der Huchen wieder neuen Lebensraum bekommen. Ortsvorsteher Manuel Scherscher hebt hingegen hervor, dass durch das Projekt auf einer Länge von etwa 700 Metern auch ein neues Naherholungsgebiet für die Bevölkerung entstehen wird. „Vor allem im Sommer wird der neu gestaltete Bereich den Menschen Abkühlung ermöglichen“, betont der Ortsvorsteher.

Geplant ist im Zuge der Renaturierung auch ein Radweg direkt an der Url, der Mauer-Greinsfurth mit Höf verbindet.

Für Bürgermeister Christian Haberhauer ist „die Url-Renaturierung auch eine wichtige Maßnahme, um dem Klimawandel entgegenzutreten.“

Besonders dankt der Stadtchef der Grundstückseigentümerin ÖVP-Gemeinderätin Claudia Marksteiner, die durch ihr Entgegenkommen das Projekt möglich gemacht habe.

Wie hoch die Kosten sein werden, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. „Aber LE-Projekte können bis zu 90 Prozent der Gesamtkosten subventioniert werden“, sagt Hörlezeder. Der Grün-Politiker geht davon aus, dass die Umsetzung des Projekts 2023 startet.

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