Neues Therapiezentrum entsteht in Amstetten. Ambulatorium für Physikalische Medizin und ambulante Rehabilitation übersiedelt aufs Bahnhofsgelände. Rund acht Millionen Euro fließen in das Vorhaben.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 10. Juli 2020 (04:38)
So wird sich das Physikalische Institut samt Wohnungs- und Bürokomplex nach seiner Fertigstellung dem Betrachter präsentieren.
Büro planraum

Das Ambulatorium für Physikalische Medizin und ambulante Rehabilitation soll schon nächstes Jahr von der Eggersdorferstraße auf das ehemalige Bahnhofsgelände gegenüber des Interspar übersiedeln. Primar Helmut Kern plant dort gemeinsam mit einer privaten Investorengruppe ein 8-Millionen-Euro Projekt. Mitte des Jahres soll bereits Baubeginn sein.

Das neue Gebäude wird aus zwei jeweils mehrgeschossigen Baukörpern bestehen. Zuerst wird der untere Block mit den medizinischen Einrichtungen gebaut. Auch dieser wird vom Boden abgehoben sein, damit darunter Platz für Parkplätze bleibt. Der obere Block mit 55 Wohnungen und Büros wird später errichtet. Die beiden Baukörper werden von einem Terrassen- und Gartenbereich voneinander getrennt sein.

Das Gebäude soll in Massivbauweise errichtet werden, das Energiekonzept sieht als Heiz- und Kühlsystem eine Sole-Wasser Wärmepumpe vor.

Herzstück des Gebäudes wird natürlich das Ambulatorium für Physikalische Medizin sein. Dort sollen sämtliche physikalische Therapien, physikalische Diagnostik und ärztliche Therapien sowie alle Formen der ambulanten Rehabilitation angeboten werden. „Ich betreibe ja schon seit 1993 das Reha-Zentrum in der Eggersdorferstraße.

Primar Helmut Kern (vorne rechts) und Bürgermeister Christian Haberhauer (vorne links) bei der Projektpräsentation.
Knapp

Da dort die Räumlichkeiten und auch die Parkmöglichkeiten begrenzt sind, kann die Nachfrage nicht mehr erfüllt werden, darum habe ich mich zum Neubau entschlossen“, berichtet Primar Kern. Die optimale Verkehrsanbindung der neuen Liegenschaft zu Bahn und Straße sowie die unmittelbare Nähe zum Landesklinikum Amstetten seien wichtige Faktoren bei der Entscheidung für den neuen Standort gewesen. Spatenstich für den ersten Bauabschnitt soll heuer sein, die Fertigstellung noch nächstes Jahr erfolgen.

In der Eggersdorferstraße werden jährlich fast 194.000 Therapien durchgeführt und täglich rund 200 Patienten betreut. 37 Mitarbeiter sind dort tätig, im neuen Haus sollen es dann bis zu 60 sein. Bürgermeister Christian Haberhauer freut sich, dass das Institut in Amstetten bleibt. „Der neue Standort ist auch deshalb sehr gut, weil wir bei der Verwertung des ehemaligen Bahnhofsgeländes ohnehin einen Schwerpunkt auf medizinische Einrichtungen legen wollen. Der Neubau des Instituts für Physikalische Medizin stärkt den Gesundheitsstandort Amstetten.“