Grüne und FPÖ gewannen

Erstellt am 01. Oktober 2013 | 07:38
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Bilanz / FPÖ eroberte den zweiten Platz in Amstetten, Grüne gewannen mit einem Plus von 2,16 Prozent am meisten dazu. SPÖ und ÖVP konnten nur in wenigen Gemeinden zulegen.
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Von Hannes Hirtenlehner

Obwohl im Bezirk Amstetten keine Partei einen Erdrutschsieg feiern konnte, gab es unter den etablierten Parteien doch zwei eindeutige Gewinner. Nur den Grünen und der FPÖ gelang es, im Vergleich zur Nationalratswahl 2008 Stimmenzuwächse zu erzielen.

Anders als beim Bundesergebnis waren im Bezirk Amstetten die Freiheitlichen und die Grünen gleichauf. Die Grünen konnten 1,7 Prozent zulegen, die FPÖ ebenso. Die Freiheitlichen erreichten insgesamt 18,7 Prozent der Stimmen. Die Grünen kamen auf 9,1 Prozent.

FPÖ-Hochburgen waren die Stadt Amstetten, wo mit 22,3 Prozent der Stimmen sogar die ÖVP überholt wurde, Neuhofen mit 22,1 Prozent (plus 3,8 Prozent) und St. Georgen/Ybbsfelde mit 21,9 Prozent (plus 0,8 Prozent).

Die Grünen freuten sich zwar besonders über 9,9 Prozent in der Stadt Amstetten, in einigen Gemeinden – Behamberg, Haag, Haidershofen, Oed-Öhling, Seitenstetten, St. Peter/Au und St. Valentin – überwanden sie aber auch die Zehn-Prozent-Hürde.

Grüne Hochburg ist im Bezirk Amstetten Seitenstetten mit 12,4 Prozent (plus 2,1 Prozent), in Haag (plus 2,3 Prozent) und Oed-Öhling (plus 1 Prozent) wählten jeweils 12 Prozent grün.

Größter Verlierer war im Bezirk das BZÖ, dem nur noch 1.943 Wähler ihre Stimme gaben – ein Minus von 4,40 Prozent. Übrig blieben nur 2,9 Prozent.

Die ÖVP verlor im Bezirk 1,9 Prozent oder 4.127 Stimmen. Sie hält aber noch immer 33,9 Prozent. Die SPÖ büßte 1,5 Prozent oder 3.185 Stimmen ein und liegt nun bei 26,3 Prozent.

Die größten Stimmenzuwächse gegenüber 2008 gab es für die ÖVP in Ybbsitz (plus 4,6, insgesamt 54,5 Prozent), Waidhofen (plus 1,8 Prozent, insgesamt 38,7 Prozent), in Ardagger mit einem Plus von 1,6 Prozent (insgesamt 43,8 Prozent) und in und Viehdorf (plus 1 Prozent, insgesamt 49,3 Prozent).

In Ertl gab es mit minus 8 Prozent zwar das dickste Minus für die ÖVP, mit 48 Prozent erzielte bleibt die Gemeinde aber dennoch eine Hochburg für die Volkspartei – größer war ihr Wähleranteil nur in Ybbsitz und Euratsfeld (liegt trotz minus 4,7 Prozent insgesamt noch bei 50,2 Prozent). Einen schmerzlichen Verlust von 2,9 Prozent musste die Amstettner Volkspartei hinnehmen – mit diesem Ergebnis fiel die ÖVP in der Bezirkshauptstadt hinter die FPÖ auf Rang drei zurück.

Wie die ÖVP konnte auch die SPÖ nur in wenigen Gemeinden geringfügig dazugewinnen – in Ertl bedeutet etwa der Zuwachs von einer Stimme (von 94 auf 95) ein Plus von 0,7 Prozent, in Euratsfeld gelang sogar ein Plus von 1,1 Prozent (insgesamt 13,2 Prozent).

Hochburgen der SPÖ bleiben Ennsdorf mit 44 Prozent (trotz eines Minus 3,1 Prozent), Kematen mit 41,5 Prozent (minus 1,5 Prozent) und St. Valentin mit 40,8 Prozent (trotz minus 3,5 Prozent). Herbe Stimmenverluste gab es in Waidhofen (minus 2,7 Prozent, insgesamt 22,4 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag im Bezirk Amstetten bei 75,4 Prozent – das ergibt ein Minus von 10,5 Prozent gegenüber 2008. Allerdings rechnet man mit einem Anteil von zirka 10 Prozent Wahlkartenwählern, der noch addiert werden muss.

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