Amstetten will neuen Kindergarten bauen

Gemeinderat fasste Grundsatzbeschluss für vier Gruppen. Standort wird noch gesucht.

Erstellt am 11. November 2021 | 04:06
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Foto: ChiccoDodiFC/Shutterstock.com

Als Reaktion auf die steigende Bevölkerungsanzahl wird die Stadt einen neuen Kindergarten bauen. Einen entsprechenden Gemeinderatsabeschluss fassten die Mandatare in der Vorwoche einstimmig. „Der Bedarf ist ab 2023 dauerhaft für drei zusätzliche Gruppen vorhanden“, berichtete ÖVP-Stadträtin Doris Koch.

 

Zudem soll für die provisorische Gruppe in der Allersdorfer Straße eine neue Heimat gefunden werden. Das ergibt somit einen Gesamtbedarf von vier Gruppen, der mittels Neubau gedeckt werden soll. Angedacht war, beziehungsweise ist der Standort an der Eggersdorfer Straße. Hier befindet sich eine eingruppige Tagesbetreuung, für die bei Errichtung des Kindergartens neue Räumlichkeiten gefunden werden müssten. Die Liegenschaft sei für einen Neubau in zweigeschoßiger Ausführung grundsätzlich geeignet, betonte Koch. Auch im Außenbereich wären ausreichende Flächen vorhanden. Der ursprüngliche Antrag sah einen Grundsatzbeschluss für den Neubau in der Eggersdorfer Straße vor, sollte sich dieser als geeignet erweisen.

Standortfrage wird noch geklärt

Die SPÖ regte allerdings an, für den Bau des Kindergartens das Quartier A ins Auge zu fassen. „Hier wäre eine gute Chance gewesen. Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass Eltern ihre Kinder gerne in einen Kindergarten geben, über dem sich eine Starkstromleitung befindet, wie es bei der Eggersdorfer Straße der Fall ist. Das hat man früher vielleicht gemacht, ist aber nicht mehr zeitgemäß“, erklärte SPÖ-Vizebürgermeister Gerhard Riegler. Er sprach sich dafür aus, die Standortfrage später zu klären und stellte einen Abänderungsantrag. Koch wiederum verwies auf die Vorteile in der Eggersdorfer Straße. Der Kindergarten sei gut erreichbar. „Für das Quartier A braucht es ein Gesamtkonzept, das erst entwickelt werden muss“, argumentierte sie.

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Vizebürgermeister Gerhard Riegler (SPÖ)
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Schlussendlich stellte ÖVP-Vizebürgereister Markus Brandstetter den Antrag, die Straßenbezeichnung zu streichen. Der Anträge von ÖVP und SPÖ wurde gemeinsam eingebracht und einstimmig angenommen. Die Standortfrage wird nun gesondert geklärt.