St. Peter/Au sehr gut im Bonitätsranking. Die Gemeinde St. Peter hat in den letzten Jahren sehr gut gewirtschaftet. Das kommt ihr in der Coronakrise zugute.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 22. Juli 2020 (04:16)
Bürgermeister Johannes Heuras freut sich, dass St. Peter in der Au im Bonitätsranking erstmals unter den 250 besten Gemeinden Österreichs aufscheint.
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Welche Auswirkungen die Coronakrise auf die Gemeinden letztendlich tatsächlich haben wird, kann noch niemand genau sagen. Sie trifft die Gemeinde St. Peter aber auf jeden Fall zu einem Zeitpunkt, da sich deren Finanzen konsolidiert haben.

„Vor fünf Jahren hatten wir noch über acht Millionen Euro Schulden, jetzt sind es unter sechs Millionen und davon sind die Hälfte durch Gebühren gedeckt“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras. Dass die Kommune finanziell auf guten Beinen steht, wird ihr auch vom Bonitätsranking des Gemeindemagazins bestätigt. Da rangiert St. Peter erstmals unter den 250 besten Gemeinden Österreichs – auf Platz 187. Für die Bewertung wurden die Jahre 2016 bis 2018 herangezogen.

„Wir hatten aber auch 2019 ein gutes Ergebnis. 2020 ist nun freilich eine Herausforderung, denn trotz der Hilfspakete von Bund und Land fehlen uns natürlich Einnahmen“, sagt Heuras. Das wird vermutlich auch Auswirkungen auf geplante Projekte haben.

Wie schnell sich etwa der Bau des neuen Hauses für die Feuerwehr St. Peter Markt realisieren lässt, ist noch nicht klar. Die Verträge für den Grundkauf sind unterschrieben, die Planungen seitens der Feuerwehr laufen. „Wir wollen auf jeden Fall heuer noch ein fertiges Projekt auf dem Tisch haben, dann werden wir daran gehen die Finanzierung aufzustellen“, erklärt der Bürgermeister. Halten sollte auf jeden Fall der Zeitplan für die Sanierung der Schule Ramingtal, denn der ist auch mit den Ländern Niederösterreich und Oberösterreich akkordiert. Im Sommer 2021 sollte da der Löwenanteil der Arbeiten über die Bühne gehen.

Investieren muss die Gemeinde St. Peter in den nächsten Jahren auch in ihre Feuerwehren. „Im Zwei-Jahres-Rhythmus steht der Kauf neuer Fahrzeuge an, die zwischen 300.000 und 500.000 Euro kosten“, berichtet Heuras. 70 Prozent der Kosten zahlt nach Abzug aller Förderungen die Gemeinde, 30 Prozent die jeweilige Feuerwehr. Die Kürnberger Florianis erhalten ihr neues Fahrzeug schon am 20. August. Für die Feuerwehr St. Peter Markt ist ein neues HLF3 bereits bestellt.

Sorgen, dass sich St. Peter die 544.000 Euro, die ihr aus der Gemeindemilliarde zustehen, nicht abholen könnte, plagen den Bürgermeister nicht. „Wir haben genügend Projekte in der Pipeline, die wir verwirklichen wollen.“