Corona-Impfaktion in Amstetten verlief problemlos. Über 1.200 Menschen erhielten am Wochenende in der Eishalle ihre erste Teilimpfung gegen Corona.

Von Hermann Knapp und Anton Kovacs. Erstellt am 03. März 2021 (05:53)
Bei der Impfstraße in der Eishalle (von links): Rene Kerschbaumer (Notruf 144), Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Bürgermeister Christian Haberhauer, Arzt Klaus Stadlbauer, Impfkoordinatorin Silvia Reisner-Reininger und die Bezirksstellenleiterin des Roten Kreuzes, Beatrix Lehner.       
Kovacs

Reibungslos verlief die erste groß angelegte Corona- Impfaktion im Bezirk. In der NÖ-weit größten Teststraße in der Eishalle wurden am Wochenende mehr als 1.200 Personen, älter als 80 Jahre, geimpft.

Auch die Amstettner Karl Freisleben (links) und Helmut Schrammel ließen sich am Wochenende in der Eishalle gegen Corona impfen. Sie hoffen auf ein baldiges Ende der Pandemie.
Kovacs

Der Aktion waren intensive Vorbereitungen unter Leitung von Impf-Koordinatorin Silvia Reisner-Reininger vorausgegangen. Bei der Entwicklung des Konzepts wurde nicht nur auf einen reibungslosen Ablauf, sondern vor allem auch auf die Sicherheit der Bürger Wert gelegt. Vor der Impfung wurde ihnen ein Arztgespräch angeboten, um offene medizinische Fragen zu klären. Alle Personen wurden mittels E-Card erfasst, und es erfolgte eine Eintragung in den elektronischen Impfpass.

Bürgermeister Christian Haberhauer ist voll des Lobs für die professionelle Organisation. „Planung, Koordination und Durchführung haben einwandfrei funktioniert. Ich möchte deshalb allen danken, die sich an der Umsetzung beteiligt haben: unserem Team der Stadtgemeinde Amstetten, dem Ambulanzdienst des Roten Kreuzes Amstetten, dem Notruf 144 und den Ärztinnen, die geimpft haben, allen voran der Impfkoordinatorin Silvia Reisner-Reininger“, erklärt der Stadtchef.

Bei jeder Impfstation war unterstützend zu den Ärzten auch diplomiertes Pflegepersonal anwesend. Wie bei anderen Impfungen auch, warteten die Geimpften noch 15 Minuten im Nachbeobachtungsbereich, wo ein Ambulanzteam des Roten Kreuzes, diplomiertes Pflegepersonal sowie ein Arzt oder eine Ärztin mit Notfallausrüstung zur Verfügung standen. Zu heftigen Impfreaktionen kam es aber zum Glück nicht.

„Ich habe davon nichts gespürt“

Impfen ließ sich an diesem Wochenende auch der Amstettner Karl Freisleben. „Ich habe mich bisher immer gegen Grippe impfen lassen und bin überzeugt, dass man durch das Durch-Impfen die Pandemie in den Griff bekommen wird. Über Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen mache ich mir keine Gedanken. Man muss das alles herankommen lassen.“

Die Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen in den letzten Monaten waren für Freisleben eine Geduldsprobe: „Nachdem ich ein Bewegungsmensch bin und nicht einmal das Golfspielen möglich war, wurden meine Nerven stark strapaziert.“ Die Impfung verlief problemlos. „Es war wie bei anderen Impfungen. Ich habe nichts gespürt.“

Ebenfalls seine erste Teilimpfung hat sich der Amstettner Helmut Schrammel am Wochenende in der Eishalle verabreichen lassen: „Ich wurde ,impffrei‘ erzogen. Somit lasse ich mich jetzt zum ersten Mal impfen, weil diese Impfung einen Schutz gibt. Mit 70-prozentiger innerlicher Zusage habe ich mich dafür entschieden. Ob es Nebenwirkungen gibt, weiß ich nicht.“

Mit den Einschränkungen in den diversen Lockdowns hatte Schrammel „nicht das geringste Problem. Gut wäre es aber, wenn anstatt der Politiker mehr Fachleute über die Pandemie reden würden.“ Auch seine Impfung verlief problemlos: „Meine Frage an den Arzt, wann ich schreien muss, kam zu spät, da war es schon vorbei.“