Finanzierung für Hochwasserschutzprojekt gesichert. Bund gab Mittel für Hochwasserschutzprojekt Haabergbach frei. Spatenstich erfolgt im Spätherbst.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 01. Mai 2019 (03:01)
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Der Mühlbach im Bereich der Koloniegasse. Zuletzt stieg das Gewässer 2009 über die Ufer und setzte die angrenzenden Liegenschaften unter Wasser. Das soll künftig nicht mehr passieren.
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Der Bund hat kürzlich die Mittel für das Hochwasserschutzprojekt Haabergbach freigegeben. „Jetzt fehlt nur noch der Beschluss der Landesregierung, der ist aber eher Formsache. Einem Spatenstich im Spätherbst sollte also nichts im Wege stehen“, sagt Norbert Knopf von der Abteilung Wasserbau des Landes Niederösterreich.

Rund 2,1 Millionen Euro wird das Vorhaben insgesamt verschlingen. Die Kosten werden geteilt. Bund und Land werden je 758.100 Euro beisteuern, die Stadt 583.800 Euro.

Mit dem Projekt sollen die Liegenschaften in der Waidhofnerstraße künftig vor Überflutungen geschützt werden. Zuletzt standen dort ja im Sommer 2009 etliche Häuser unter Wasser. Das Tauziehen um die Verwirklichung des Vorhabens zog sich über viele Jahre hinweg, denn vor allem die Grundablöseverhandlungen gestalteten sich schwierig. Jetzt ist aber endgültig alles unter Dach und Fach. Die Finanzmittel des Bundes waren der letzte noch fehlende Puzzleteil.

Das Schutzkonzept sieht vor, dass bei einem Hochwasser des Haabergbaches die Fluten über den Mühlbach (dessen Fließrichtung zu diesem Zweck durch neu zu errichtende Schutzanlagen umgedreht werden kann) in die Ybbs oberhalb der Eisenbahnunterführung eingeleitet werden. Kommt es umgekehrt zu einer Flut in der Ybbs, will man durch rechtzeitiges Schließen der Schleusen verhindern, dass unkontrolliert Wasser aus dem Fluss in den Mühlbach strömt. Dass dieses Prinzip funktioniert, hat die Stadt schon im Mai 2014 bewiesen. Damals wurde die Verbindung zwischen Ybbs und Mühlbach provisorisch dicht gemacht.

Für Bürgermeisterin Ursula Puchebner ist das Hochwasserschutzprojekt Haabergbach ein sehr zentrales. „Denn nach seiner Fertigstellung wird auch dieser Bereich der Stadt für ein 100-jährliches Hochwasserereignis gerüstet sein. Damit erfüllt sich ein langjähriger Wunsch der Bewohner.“

Die Stadt hat in dem betreffenden Gebiet eine Bausperre verhängt. Diese dürfte wohl nach Vollendung des Schutzprojektes aufgehoben werden.