Amstetten: Über 1.100 Bäume werden untersucht. Stadt wird alle Stämme in Kataster erfassen und künftig regelmäßig kontrollieren.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 19. Juni 2018 (05:16)
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Wie im Koalitionsübereinkommen vereinbart, wird nun ein Baumkataster erstellt. Rund 1.100 Bäume werden auf ihren Zustand untersucht. Damit soll die Sicherheit der Bürger gewährleistet und für die Stadt die Haftungsfrage geklärt werden. Im Bild: SP-Vizebürgermeister Anton Katzengruber (links) und der grüne Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder.
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Nägel mit Köpfen macht die Stadt nun in Sachen Baumkataster. „Das war ja für uns ein sehr wichtiger Punkt in den Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ und ich freue mich natürlich, dass wir das jetzt auch umsetzen“, sagt Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder von den Grünen.

Etliche Bäume hat die Stadt ja schon erfassen und prüfen lasen, aber längst nicht alle. Nun sollen 1.100 weitere – vom Edlapark über die Jahnstraße bis nach Mauer bei der Neuen Mittelschule und am Ulmerfelder Marktplatz – unter die Lupe genommen werden.

„Bäume sind ein wichtiges Element für jede Stadt“

„Für jeden dieser Bäume wird ein digitales Datenblatt erstellt werden, in dem Standort, Eigentümer, ökologischer Wert und vor allem natürlich der Zustand festgehalten werden“, sagt Hörlezeder. Man geht davon aus, dass rund zehn Prozent der Bäume einer genaueren Untersuchung unterzogen werden müssen – zum Beispiel einem Zugtest, bei dem ihre Standfestigkeit erprobt wird.

„Bäume sind ein wichtiges Element für jede Stadt und wir wollen natürlich die grüne Lunge Amstettens erhalten. Andererseits müssen wir aber auch für die Sicherheit der Bürger sorgen und es ist zudem eine Frage der Haftung, die in den letzten Jahren immer mehr verschärft wurde“, sagt der Umweltstadtrat.

Für Hörlezeder ist es daher wesentlich, dass künftig alle Bäume regelmäßig kontrolliert werden. „Sollte tatsächlich einmal ein Stamm bei einem Sturm umfallen, dann darf der Grund dafür kein Versäumnis unsererseits sein, sondern wirklich nur höhere Gewalt.“

Der Gemeinderat wird in der kommenden Sitzung den Auftrag für die Prüfung der Bäume erteilen. Knapp 60.000 Euro wird das kosten.