Amstettner Geschäfte hoffen auf Aufholeffekt

Click & Collect half manchen Branchen im Lockdown - aber nicht allen.

Erstellt am 15. Dezember 2021 | 03:40
Lesezeit: 2 Min
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Persönliche Beratung hat im Trachtenmodengeschäft Preßl gegenüber Click & Collect Vorrang, daher freut man sich über das Ende des Lockdowns. Von links: Ulrike Eberl sowie Hannes und Christine Preßl.
Foto: Gartler

Viele Geschäfte überbrücken den Lockdown mittels Click & Collect, so auch die Buchhandlung Thalia in Amstetten. Filialleiterin Doris Schweiger ist froh, dass ihre Kunden die lokalen Geschäfte unterstützen und die Händler vor Ort stärken. Das Konzept des Click & Collect habe gut funktioniert, die Produkte, wie Bücher, Spiele, Schreibwaren, Filme oder Geschenke konnten online direkt im Geschäft getätigt werden oder sie wurden telefonisch vorbestellt, im Geschäft abgeholt oder sie wurden per Postversand geliefert.

„Das alles hat so gut geklappt, aufgrund der guten Personaleinteilung. Außerdem haben wir nicht nur den Buchversand, in der Buchhandlung gibt es prinzipiell viel zu tun, wie Warenübernahme, Kontrolle und Buchausstellungen“, erklärt die Filialleiterin.

Doris Schweiger und ihr Team rechnen mit einem großen Ansturm am Wiedereröffnungstag. „Wir haben viel an Erfahrung gesammelt vom Vorjahr und sind eingedeckt bis oben hin. Die Kunden, die gerne Bücher lesen und schenken, kommen in unsere Buchhandlung, weil sie stöbern und blättern möchten und natürlich, weil sie den ortsansässigen Handel unterstützen wollen, das wird sich hoffentlich niemals ändern“, bedankt sich Schweiger bei ihren treuen Kunden.

Bestell- und Abholservice wurde vielfach genutzt

Als Postpartner und Trafik war das Geschäft der Firma Lehner in Seitenstetten natürlich auch im Lockdown geöffnet, zudem konnte von vielen Kunden erneut das Bestell- und Abholservice genutzt werden. Trotzdem erachtet es Geschäftsführer Otto Zeilinger als immens wichtig, dass nun knapp vierzehn Tage vor Weihnachten die Ladentür wieder hochgeht, ist doch gerade das Angebot der Firma Lehner mit Spielwaren, Büchern sowie Deko- und Geschenkwaren, aber auch der Papeterie, die für hochwertige Papierartikel in vielen Designs steht, in dieser Zeit besonders gefragt. „Der wichtigste Teil des Jahresumsatzes wird in der Vorweihnachtszeit erarbeitet, wenn auch das „Click/Call & Collect“-Service für Bücher und Spielwaren gut genutzt worden ist.

Trotzdem ist die jetzige Öffnung immens wichtig, die Erwerbseinbußen können jedoch mit Sicherheit nicht kompensiert werden“, weiß Zeilinger zu berichten. Er hofft nun noch auf einen gewissen „Aufholeffekt“, schließlich musste er seinen Shop „Spiel & Spaß“ in der CCA (Amstetten) gänzlich geschlossen halten; nur über den Onlineshop konnte Kundenbedürfnissen nachgekommen werden. In Seitenstetten waren zudem vor allem die Geschäfte in der SCS, die Textil-Andre GmbH, der Klosterladen oder auch Elektro Dorfmayr vom vorweihnachtlichen Lockdown besonders betroffen.

Freude über das Aufsperren herrscht natürlich auch im Jagd- und Trachtenmodenschäft Preßl in St. Georgen/Ybbsfelde. „Der Lockdown war halt notwendig, er hat aber auch viel ruiniert“, zeigt Christine Preßl zwar ein gewisses Verständnis, die kurzfristige Ankündigung sei aber sehr schmerzhaft gewesen. Click & Collect wäre nicht so ideal, man lebe in erster Linie von der persönlichen Beratung und vom Anprobieren. Den kommenden Sonntag werde man nicht öffnen. „Viel besser für uns alle wäre es natürlich gewesen, wenn wir schon am letzten Samstag aufsperren hätten dürfen.“

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