Haus der Musik wird Montessori-Schule

Erstellt am 14. April 2014 | 11:31
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Foto: NOEN, Kovacs
Übersiedlung / Privatschule verlegt im Sommer ihren Standort von Gunnersdorf nach Amstetten. Mietvertrag wurde schon geschlossen.
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AMSTETTEN / Die Musikschule wird im Sommer von ihrem Domizil in der Gutenbergstraße aus und im neuen Gebäude bei der Zentralschule in der Pestalozzistraße einziehen. Die Stadt hat aber schon einen Nachnutzer für das alte Haus der Musik gefunden. Im Gemeinderat wurde beschlossen, dieses an den Verein „Leben entfalten“ zu vermieten, der derzeit noch in Gunnersdorf (Gemeinde Aschbach) eine Montessori-Schule und eine Kindergruppe betreibt. „Ich finde das gut und habe das auch unterstützt, da ich die Arbeit der Schule seit Langem kenne und schätze. In der Stadt wird es künftig somit ein wertvolles zusätzliches Angebot im Bildungsbereich geben“, sagt Kulturstadträtin Ulrike-Königsberger-Ludwig.

Für die Montessori-Schule erfüllt sich durch die Übersiedlung nach Amstetten ein lange gehegter Wunsch. „Wir wollten immer schon in die Stadt, weil unser derzeitiger Standort einfach verkehrstechnisch sehr ungünstig liegt und nur schwer zu erreichen ist“, sagt die Leiterin der Schule, Petra Mille.

Nach Gunnersdorf fahre am Morgen nur ein Bus und mittags vor 13 Uhr keiner von dort ab. „Ich komme selbst aus St. Georgen. Meine Kinder müssen dreimal umsteigen, um die Schule zu erreichen. Wenn wir unseren Standort in Amstetten haben, wird das alles viel einfacher“, sagt Mille.

Gespräche mit Stadt liefen schon länger

Verhandlungen und Gespräche mit der Stadt Amstetten gab es schon seit längerer Zeit, erst jetzt bietet sich mit dem Haus der Musik aber ein geeignetes Gebäude an und auch bei der Miethöhe konnten sich Stadt und der Trägerverein der Montessori-Schule schließlich einigen.

28 Schüler besuchen derzeit die Schule in Gunnersdorf, in der Kindergruppe werden sieben Kinder betreut. Das Einzugsgebiet reicht von Ybbsitz bis Blindenmarkt. Die MontessoriSchule ist eine staatlich anerkannte Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht. „Da wir aber keine konfessionelle Schule sind — wie etwa die Klosterschule — bekommen wir die Lehrkräfte nicht bezahlt. Gegen diese Ungleichstellung kämpfen wir seit vielen Jahren vergeblich“, sagt Mille.

Finanziell getragen wird die Schule somit praktisch von den Elternbeiträgen und von diversen Subventionen und Spenden. Die Kinder können die Schule bis zur achten Grundschulstufe (4. Hauptschule) besuchen. Danach müssen sie in eine Regelschule wechseln, was aber problemlos möglich ist. Der Landesschulrat muss übrigens dem Umzug der Montessori-Schule ins neue Haus in Amstetten noch zustimmen.

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