Haus von Josef F. wird abgerissen - Aber noch kein Termin

Erstellt am 21. Jänner 2011 | 13:52
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Nach der Ankündigung von Masseverwalter Walter Anzböck im vergangenen Herbst, dass das ehemalige Wohnhaus des im Inzest-Fall verurteilten Josef F. in der Ybbsstraße in Amstetten abgerissen werden soll, liegt nun ein entsprechender Antrag vor.
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Bürgermeister Herbert Katzengruber (S) hat auf Anfrage der APA einen Bericht der "Kronen Zeitung" (Freitag-Ausgabe) bestätigt. Einen Termin gebe es noch nicht. Nachsatz: Wann es wo weit sei, "werden wir auch nicht sagen".

   "Am liebsten wäre mir eine Nacht- und Nebelaktion", meinte Katzengruber, der kein Interesse an einem neuerlichen Medienansturm in Amstetten hat. Neben diesbezüglichen Überlegungen werde es u.a. auch um die Heranziehung eines Statikers gehen, weil beim Abriss - für den Bürgermeister "sicher die vernünftigste Vorgangsweise" - auf die Nachbarobjekte zu achten sei. Nach dem Abriss soll die Liegenschaft, wie Anzböck im November 2010 erklärt hatte, veräußert werden.

   Josef F. wurde im März 2009 in St. Pölten zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte seine Tochter in dem Wohnhaus in Amstetten 24 Jahre lang in einem Kellerverlies gefangen gehalten und mit ihr sieben Kinder gezeugt. Der Inzest-Fall war Ende April 2008 aufgeflogen.

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