Stadtsaal erhält völlig neues Aussehen. Architekt präsentierte Hausmeninger Vereinen das Konzept und stellte sich ihren Fragen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:51)
So wird sich der Stadtsaal ab Herbst 2021 dem Betrachter von außen darbieten.
Architekturbüro Tauber

Nägel mit Köpfen werden endlich in Sachen Stadtsaal Hausmening gemacht. In der Vorwoche stellte der Kremser Architekt Thomas Tauber Vereinsvertretern sein Konzept für die Umgestaltung des Hauses vor. Er ist nach Juryentscheid ja von der Gemeinde mit dem Projekt beauftragt worden. „Es wird eine funktionale Sanierung werden, wobei das Gebäude aber auch ein komplett anderes Aussehen erhält“, kündigt der Planer an. Der Haupteingang bleibt erhalten, wird aber durch eine lange Rampe erschlossen und barrierefrei gemacht.

Innen wird die Bausubstanz zur Gänze ausgehöhlt und auch die Raumaufteilung geändert. Was gleich bleibt, ist die Größe des Stadtsaales, allerdings wird dieser mittels Schiebewänden abgeteilt werden können.

Bei der Präsentation der Pläne für den Stadtsaal in der Orstvorstehung Hausmening: Ortsvorsteher Egon Brandl, Bürgermeisterin Ursula Puchebner, Architekt Thomas Tauber und Gemeinderat Reinhard Punz.
Knapp

Geplant ist auch eine kleine Küche samt Speisesaal für Catering bei Veranstaltungen. Im Obergeschoß werden außerdem die evangelikale Kirche, Westrand und die Schlossteufeln Räume bekommen.

Ein großes Anliegen ist es dem Architekten, mehr natürliches Licht ins Haus zu bringen, vor allem auch im Untergeschoß. Daher wird rund um den Stadtsaal zum Teil Erdreich abgegraben. Das Untergeschoß wird über einen eigenen Eingang erreichbar sein, aber natürlich auch über eine Stiege. Dort sollen unter anderem die Naturfreunde, die Stockschützen und der Schützenverein Theresiental ein neues Zuhause finden.

Baubeginn wird am 1. September sein

Von den anwesenden Vereinsvertretern kamen etliche Anfragen. Die Ulkids sorgten sich etwa, ob sie im Saal auch künftig die für ihre Aufführungen benötigten technischen Geräte an der Decke befestigen können. Beim Schützenverein ist noch unklar, ob der Raum überhaupt lang genug ist, um dort den Sport überhaupt ausüben zu können.

Architekt Tauber und Richard Biber vom städtischen Bauamt versprachen, diese Details zu klären. Auch die Mietkosten waren natürlich ein Thema. „Sie werden so sein, dass sich die Vereine das mithilfe einer Förderung auch leisten können“, versicherte da Finanzstadtrat Michael Wiesner. Konkrete Zahlen konnte er allerdings noch nicht nennen, die sollen aber auch demnächst auf dem Tisch gelegt werden.

Der Zeitplan für die Sanierung steht inzwischen. Am 1. September werden die Arbeiten starten und im September 2021 abgeschlossen werden.