Stadtsaal wird „wirkstatt“. Entscheidung der Bürger für den neuen Namen des ehemaligen Volksheims in Hausmening fiel deutlich aus.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 15. Juli 2020 (04:35)
Bei der Entscheidung über den neuen Namen für den Stadtsaal Hausmening. Die Bezeichnung „wirkstatt“ fand bei den Teilnehmern deutlich den meisten Anklang.
Elisabeth Leichtfried

Ein Ort zum Wirken und Werken, das soll er werden, der neue Stadtsaal in Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth, und er soll den Namen „wirkstatt“ tragen. Diese Bezeichung wählten rund 30 Vereins- und Gemeindevertreter aus, die sich am vergangenen Mittwochabend im Noch-Stadtsaal trafen, und führten so gemeinsam mit Bürgermeister Christian Haber hauer und Ortsvorsteher Anton Geister den bereits im Vorjahr gestarteten Markenfindungsprozess fort.

Gerhard Sengstschmid von der kommunikationsagentur.sengstschmid präsentierte vier unterschiedliche Namensvorschläge samt zugehörigem vorläufigem Logo, die er mit seinem Team, aufbauend auf die Ergebnisse der vorangegangenen Findungsphasen, entwickelt hatte. In der anschließenden Diskussion und Abstimmung setzte sich die „wirkstatt“ gegen die anderen Vorschläge durch. „Bei diesem Namen handelt es sich um ein Wortspiel, das auf die Werkstatt Bezug nimmt. Es ist ein Ort, wo künftig Vereine und Mieter ,werken‘ sowie Veranstaltungen nach innen und außen ,wirken‘ werden“, erklärt Sengstschmid.

Bürgermeister Haberhauer war es wichtig, einen modernen, dynamischen und kreativen Namen zu finden: „Der neue Stadtsaal soll ein Gegenpol zum Schloss Ulmerfeld werden, das Brauchtum und Tradition symbolisiert. Wir wollen eine neue, moderne Marke mit besonderem Wiedererkennungswert etablieren. Jetzt ist Architekt Thomas Tauber gefragt. Auch er wird die Ergebnisse der Bürgerbeteiligungsprozesse in seine Arbeit aufnehmen.“

„Neues UlmenHaus fand auch Anklang“

Der Name „wirkstatt“ setzte sich übrigens klar gegen die Vorschläge „Neues UlmenHaus“, „Saalerei“ und „Spektral Saal“ durch. Zustimmung fand am ehesten auch noch der Name „Neues UlmenHaus“, in dem sich die drei Ortsteile Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth durch die Anfangsbuchstaben vereinen. Kritisiert wurde daran allerdings, dass der erste Namensteil mit der Zeit nicht mehr passen würde und dass es eigentlich keinen Bezug zu der Baumart Ulme gibt. Vielen Anwesenden war der Name darüber hinaus zu wenig modern.

Auch die urbane „Saalerei“ fand bei Diskussion und Abstimmung einige Befürworter, es gab allerdings die Befürchtung, dass man damit nur auf einen vergänglichen Trend aufhüpfe. Gerhard Sengstschmid versuchte diese Bedenken zu zerstreuen indem er auf etablierte Betriebe mit der selben Namens-Machart hinwies. Abgeschlagen auf dem letzten Platz landete der Name „Spektral Saal“, wohl aufgrund der Ähnlichkeit zu Waidhofens Kristall Saal.