Weihnachtsmärkte: Biberbach gibt noch nicht auf

Veranstaltungen in Seitenstetten und St. Peter abgesagt, Biberbach setzt noch auf eine abgespeckte Variante.

Erstellt am 17. November 2021 | 03:44
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Zuletzt fand die „Flammende Weihnacht“ im Hof des Schlosses St. Peter in der Au im Dezember 2019 statt. Heuer waren die Vorbereitungen schon weit gediehen, doch aufgrund der Corona-Lage wurde die Veranstaltung doch noch abgesagt.
Foto: NÖN/Archiv

In Biberbach will man den Weihnachtsmarkt am 27. und 28. November durchführen – allerdings in eingeschränkter Form. „Wir machen ihn ausschließlich mit Ausstellungen und aufgeteilt auf zwei Orte – im Obergeschoß des Gasthauses Kappl und in der Aula und dem Turnsaal der Volksschule“, kündigt Bürgermeister Fritz Hinterleitner an. Bei den Eingängen lasse sich die 2G-Regel gut kontrollieren. Dabei sollen vor allem Gemeinderäte zum Einsatz kommen. Punschstände und Kulinarik wird es nicht geben. „Aber alles abdrehen wollen wir auch nicht. Die Bevölkerung soll zumindest ein wenig Adventfeeling bekommen“, sagt der Ortschef.

In Seitenstetten hat man die „Flammende Weihnacht“ hingegen gecancelt. „Die 2G-Regel wäre beim Meierhof des Stiftes nicht zu kontrollieren und allein heraußen können wir den Weihnachtsmarkt auch nicht machen. Das hat keinen Sinn“, sagt Bürgermeister Johann Spreitzer, dem die Absage natürlich sehr leidtut.

In St. Peter in der Au waren die Vorbereitungen für die „Flammende Schlossweihnacht“ samt Sicherheitskonzept schon weit gediehen. „Doch am vorangegangenen Wochenende stiegen die Infektionszahlen in St. Peter in der Au sehr stark an, und inzwischen liegt die Inzidenz über 2.000. In einer solchen Situation eine Veranstaltung dieser Größenordnung durchzuführen, bei der rund 6.000 Besucher erwartet werden, wäre unverantwortlich“, sagt Bürgermeister Johannes Heuras. Kulturgemeinderätin Susanne Pfaffeneder betont, dass „die Gesundheit unserer Aussteller und Besucher, aber auch des ganzen Helferteams, natürlich an erster Stelle steht.“

Großes Verständnis für die Absage brachten die rund 50 Aussteller und die Vereine und Gastronomen auf, die die „Flammende Schlossweihnacht“ in St. Peter in der Au zu einem besonderen Event machen. „Ich habe mit den meisten Ausstellern persönlich gesprochen und mich für die kurzfristige Entscheidung entschuldigt. Für sie ist es ja besonders schwer, schließlich haben sie sich fast zwei Jahre darauf vorbereitet und schon sehr gefreut. Außerdem hängt auch so manche Existenz von Kunsthandwerksmärkten ab. Vor allem unsere älteste Ausstellerin, die bald ihren 90. Geburtstag feiert, war natürlich sehr traurig und hat gemeint, wer weiß, ob sie nächstes Jahr noch dabei sein kann“, erzählt Schlossmanagerin Sabine Hummer.

Sie bedankt sich beim ganzen Team, den Partnern der „Flammenden Weihnacht“ und vor allem bei Projektbetreuerin Claudia Polt von Mostviertel Tourismus für die großartige Begleitung und Unterstützung. „Wir hoffen nun auf neues Glück und dass wir uns bei der ‚Flammenden Schlossweihnacht 2022‘ sehen!“

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