„Himmlische Mehlspeis!“. PRÄSENTATION /  Neues Mehlspeisenkochbuch mit Rezepten aus dem Stiftsarchiv präsentiert. Abt Berthold steuerte die Fotos bei.

Erstellt am 13. Dezember 2011 (00:00)
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SEITENSTETTEN / Apfeltorte „Berthold“ und „Wepsennester“ aus dem Jahr 1640 kommen in dieser profunden Rezeptesammlung ebenso vor wie „Seitenstettner Rosen“ oder „Scholastikatauben“: Im neuen Kochbuch der bayrischen Autorin Irmengard M. Hofmann werden Kuchen, Torten und historische Süßspeisen aus dem „Vierkanter Gottes“ auf besonders ansehnliche und „geschmackvolle“ Art und Weise präsentiert.

Seit 17 Jahren mit dem Stift verbunden hat die Autorin im dortigen Archiv viele alte Mehlspeisrezepte aufgestöbert und will nun mit diesem Buchwerk zum Nachkochen animieren. „’Mögt’s a Mehlspeis?‘ lautet die stets verfängliche Frage der begnadeten Stiftsköchin Monika Baureder, die diese alten Rezepte auch alle ausprobiert hat“, weiß die Verfasserin zu berichten.

Abt Berthold wiederum hat die Fotografien beigesteuert, wofür er keine Anstrengungen und Mühen gescheut hat: Man konnte den Abt mitunter in Baumkronen des historischen Hofgartens beobachten, denn er wollte die kunstvollen Backwerke dort fotografieren, woher deren Früchte kommen. „Achtsamkeit und Respekt vor den Früchten der Schöpfung und auch der Genuss dessen, was die Jahreszeit und die Back-Kunst hergeben, erbauen Leib und Seele“, umschreibt Abt Berthold dieses sein zweites Kochbuch nach der „Gesegneten Mahlzeit“ des Jahres 2009. Peter Böttcher hat zudem Kunstaufnahmen mit Motiven aus dem Galeriebestand des Stiftes beigesteuert. Ob nun fruchtig, festlich oder traditionell - dem benediktinischen Regulativ vom „rechten Maß“ entsprechend darf man sich sehr wohl an derlei erklecklichen, leicht nachkochbaren Schmankerln erfreuen.