Hochwasser riss Ufer weg

Erstellt am 28. Mai 2014 | 06:00
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Foto: NOEN, Hannes Hirtenlehner
St. Georgen/Ybbsfelde / Flut riss Auwald auf 200 Meter Länge ebenso weg wie eine Steinschlichtung, die als Hochwasserschutz errichtet worden war. Häuser blieben aber dieses Mal trocken.
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Erheblichen Schaden verursachte das jüngste Hochwasser der Ybbs unterhalb der Hohen Brücke. Auf einer Länge von zirka 200 Metern und einer Breite von 40 bis 50 Metern riss die Ybbs das Ufer samt Auwald komplett weg. Der Uferbereich wird vom Grundeigentümer mithilfe der Firma Wurzer saniert.

Bürgermeisterin Kashofer sieht auch Positives

Aber auch am Hochwasserschutz für Hermannsdorf sind schwere Schäden entstanden. Franz Deinhofer von der Ybbsbauleitung berichtet: „Das Hochwasser hat hier eine Sohlschwelle unterschwemmt und ein Drittel davon einfach weggerissen. Diese Steinschlichtung war ein Bestandteil des Hochwasserschutzes. Diesen Bereich müssen wir nun – mithilfe der Firma Wurzer – wieder mit Steinen auffüllen und befestigen. Es ist zu befürchten, dass die Stelle ein paar Meter tief ist.“

Obwohl die Steinschlichtung – im Sommer 2013 als Teil des Hochwasserschutzes errichtet – von der „Urgewalt des Wassers“ weggeschwemmt worden ist, sieht Bürgermeisterin Lieselotte Kashofer auch Positives: „Der Hochwasserschutz hat zum Teil schon gegriffen. Ich bin sehr froh, dass die Häuser in Hermannsdorf dieses Mal trocken geblieben sind.“

Fischsterben wurde durch rasches Handeln verhindert

Eine Ursache für die weggerissene Sohlschwelle sieht Kashofer auch darin, dass wegen der fehlenden Zustimmung eines Grundeigentümers der Hochwasserschutz bis jetzt nicht fertiggemacht werden konnte: „Die Gemeinde überlegt aber jetzt intensiv mögliche Varianten, wie der Hochwasserschutz auch ohne diesen Grund vollendet werden kann.“

Außerdem wurde durch die Urgewalt des Hochwassers in diesem Bereich auch der Zufluss der Ybbs in den Oberybbser Mühlbach völlig verlegt. „Wir mussten daher dafür sorgen, dass der Bach rasch wieder Wasser bekommt“, erklärte Deinhofer. Nicht zuletzt war das auch deshalb notwendig, weil sich am Oberybbser Mühlbach auch ein Kleinwasserkraftwerk und ein Fischteich befinden.

Ohne das rasche Eingreifen und den neuerlichen Zufluss von Wasser aus der Ybbs wäre es wohl in absehbarer Zeit zu einem Fischsterben gekommen. „Die Höhe des Hochwasserschadens wird sich nur in diesem Bereich etwa auf 150.000 Euro belaufen“, meinte Deinhofer.

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