Hochwasserprojekt: Becken einsatzbereit. Hochwasserschutzprojekt am Amstettner Lewingbach abgeschlossen. Siedlungsgebiete, Gehöfte und Firmen werden dadurch geschützt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. September 2017 (04:51)
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Bei der offiziellen Eröffnung des Hochwasserschutzes am Lewingbach: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (6.v.l.), Bürgermeisterin Ursula Puchebner (9.v.l.) und Maria Patek, Leiterin der Sektion Wasserwirtschaft im Bundesministerium (2.v.l.), mit regionaler Politprominenz und den Grundeigentümern, die mit ihrem Einverständnis die Errichtung der Rückhaltebecken überhaupt erst möglich gemacht haben.

Sie haben 3,8 Millionen Euro gekostet und trotzdem hofft die Politik und hoffen die Bürger, dass man sie nicht braucht: Die Rede ist von den vier Rückhaltebecken am Lewingbach, die am Freitag offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden. Die ersten beiden wurden ja schon 2013 fertiggestellt und haben sich bereits bewährt. Nun sind auch die beiden Becken im Unterlauf des Baches einsatzbereit.

„Mit jedem Euro werden zwei Euro Schaden abgewendet“

„Es ist heute ein w„dass mit jedem Euro, den wir in Hochwasserschutzprojekten verbauen, zwei Euro Schaden abgewendet werden.“ichtiger Tag für die Bevölkerung im Ortsteil Eisenreichdornach, aber auch für die Einsatzkräfte“, betonte Bürgermeisterin Ursula Puchebner in ihrer Ansprache. Die Becken schützen Siedlungsgebiete, Gehöfte aber auch Betriebe und natürlich wichtige Infrastruktur wie die Geleise der Westbahn.

Die Stadtchefin bedankte sich beim Bund, der 1,7 Millionen Euro, und dem Land, das 1,4 Millionen Euro zum Projekt beigesteuert hat, für die Unterstützung. Sie vergaß aber auch nicht, auf noch anstehende Projekte wie jenes beim Haabergbach hinzuweisen und um baldige Freigabe der finanziellen Mittel zu bitten.

Maria Patek, Leiterin der Sektion Wasserwirtschaft im Bundesministerium, betonte, „dass mit jedem Euro, den wir in Hochwasserschutzprojekten verbauen, zwei Euro Schaden abgewendet werden.“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner berichtete, dass Hochwässer in den letzten Jahren einen Schaden von einer Milliarde Euro angerichtet hätten. Daher seien auch seit 2002 870 Millionen Euro in Schutzmaßnahmen investiert worden. „Es geht nicht nur darum, finanziellen Schaden abzuwenden, sondern vor allem auch menschliches Leid“, betonte Mikl-Leitner. Sie versprach, dass das Land die Stadt auch bei den noch anstehenden Projekten unterstützen werde, „sodass wir im Jahr 2024 wirklich sagen können, dass Amstetten hochwassersicher ist“.

Besonderen Dank sprachen die Landeshauptfrau und die Bürgermeisterin den Grundbesitzern aus, die durch ihr Einverständnis das Projekt überhaupt erst möglich gemacht haben.