Bezirk Amstetten: Der neue Alltag in der Schule

Lehrerin Eva-Maria Schlögelhofer schildert, wie sich die Arbeit an einer Mittelschule verändert hat.

Erstellt am 20. Januar 2021 | 05:51
Homeschooling - Bezirk Amstetten: Der neue Alltag in der Schule
Eva-Maria Schlögelhofer bei der Betreuung mit Theodor Laaber.
Foto: KieferPix/Shutterstock.com (Hintergrund) bzw. Feuerstein

Die Coronasituation stellt Lehrer, Eltern, und Schüler schon seit vielen Monaten vor große Herausforderungen. Wie sich der Alltag einer Lehrerin verändert hat, schildert Eva-Maria Schlögelhofer. Sie ist in Ertl wohnhaft und unterrichtet an der Mittelschule Seitenstetten-Biberbach Mathematik, Musik sowie Informatik und arbeitet auch als Trainerin in Dyskalkulie/Rechenschwäche.

Als Mutter dreier schulpflichtiger Kinder ist Schlögelhofer folglich doppelt belastet, kommt aber mit der Situation ganz gut zurecht, wenngleich sie schon betont, dass der Aufwand bedeutend höher als zu Zeiten des Schul-Regelbetriebs ist.

„Die Kommunikation mit den Schülern funktioniert über die Plattform ‚Teams‘ grundsätzlich sehr gut. Gibt es Schüler, die damit nicht so gut zurechtkommen oder schwerer erreichbar sind, laden wir diese zur Betreuung in die Schule ein, wo wir Lehrer dann mit kleinen Schülergruppen schulstufenweise arbeiten“, berichtet sie.

Schüler unterstützen sich bei Hausaufgaben

Pro Tag kümmern sich meist sechs Lehrer um die etwa 20 bis 25 anwesenden Schüler, wobei es festzustellen gilt, dass der Umgang mit digitalen Medien im Vergleich zum Frühjahr 2020 immer selbstverständlicher wird.

Daher finden sich Schüler untereinander auch am Nachmittag noch in Kleingruppen zusammen und arbeiten in selbstorganisierten Online-Konferenzen bei diversen Hausaufgaben zusammen. Diese lassen sie dann dem Lehrer als Fotos oder in Form anderer Dokumente zukommen. Nachmittagsbetreuung wird an der Mittelschule Seitenstetten-Biberbach derzeit kaum beansprucht.

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Eva-Maria Schlögelhofer bei der Betreuung mit Theodor Laaber.
Feuerstein

„Für mich als Lehrkraft und Klassenvorstand ist aber gerade in Zeiten wie diesen besonders wichtig, den Fokus auch auf gute Umgangsformen in der technischen Kommunikation zu richten, zum Beispiel auch auf Mobbing hinzuweisen.“ Die Schüler – und auch Lehrer – würden jedenfalls wieder gerne zur Schule gehen dürfen und wünschen sich sehnlichst den Präsenzunterricht herbei, vermissen sie doch nicht nur die sozialen Kontakte, sondern auch Schulveranstaltungen und Projektwochen sehr.

Keine Scheu vor digitalen Medien zeigen die drei Kinder Emil (10), Paul (13) in der Mittelschule Ertl und Hanna (16) als Gymnasiastin in Seitenstetten, denen freilich die gute technische Ausstattung mit zwei Laptops, einem iPad und Handys zugutekommt. Sie arbeiten äußerst selbstständig und fühlen sich von ihren Lehrern gut betreut. „Als Mutter verweise ich auf die Bedeutung eines geregelten Alltags mit den notwendigen Pausen – auch ohne die Schulglocke zu hören. Ich versuche sowohl den Schülern wie den eigenen Kindern, ein gutes Vorbild auch in schwierigen Zeiten zu sein!“

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