Ärger über Autorennen in Winklarn. Am Samstagabend schlugen Anrainer in Winklarn Alarm, weil Autos zu schnell durchs Siedlungsgebiet fuhren. Nach Polizei-Intervention verlegte sich das Raser-Treffen auf die Oiden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 02. Juni 2021 (06:17)
Symbolbild
NOEN, shutterstock/fujji

Um 21.15 Uhr gingen am Samstagabend bei der Polizeiinspektion Amstetten Beschwerden aus Winklarn über illegale Autorennen im Bereich der Feuerwehr und in der Sportplatzstraße ein. Fahrzeuge rasten dort viel zu schnell durchs Siedlungsgebiet.

Polizeistreifen machten sich sofort auf den Weg und fanden die Angaben der Bürger bestätigt. Rund 50 „Roadrunner“ hatten sich mit ihren Wagen zusammengefunden. Sie kamen, den Kennzeichen nach zu schließen, aus den Bezirken Steyr, Steyr-Land, Melk, St. Pölten und natürlich auch Amstetten. Das Treffen dürfte über soziale Netzwerke kurzfristig organisiert worden sein. Die Polizisten forderten die Lenker auf, das Ortsgebiet zu verlassen, was diese schließlich auch taten. Allerdings nur, um kurz darauf auf der Park & Ride-Anlage auf der Oiden bei der Autobahnabfahrt Amstetten-West wieder zusammenzukommen. „Wir können ihnen nicht verbieten, mit ihren Autos auf einem öffentlichen Parkplatz stehen zu bleiben“, sagt der Kommandant der Polizeiinspektion Amstetten, Chefinspektor Oliver Zechmeister.

Bei anderen derartigen Gelegenheiten hatte die Polizei mit einem Prüfzug die Fahrzeuge auf ihre Verkehrssicherheit kontrolliert, das war an diesem Samstagabend natürlich nicht möglich. Dafür kam das Treffen zu überraschend.

Plant Schwerpunktaktion gegen Road-runner: Chefinspektor Oliver Zechmeister.
NÖN, NÖN

Manche „Roadrunner“ ließen sich von der Polizeipräsenz auch nicht davon abschrecken, mit weit überhöhter Geschwindigkeit auf der B1 den Haaberg hinunterzubrettern. „Sie wurden natürlich angehalten und es wurden Organstrafmandate ausgestellt“, sagt Zechmeister. Mehr habe man in dieser Situation nicht tun können. Erst gegen 1.30 Uhr kehrte Ruhe ein.

Der Inspektionskommandant möchte eine Schwerpunktaktion gegen illegale Straßenrennen starten und ist da gerade mit der Landespolizei in Abstimmungsgesprächen. Schon am 29. September des Vorjahres gab es ja eine „Aktion scharf“ gegen die Roadrunner. Damals kam es zu elf Anzeigen, bei zwei Fahrzeugen nahm die Polizei den Lenkern wegen schwerer Mängel die Kennzeichen ab. „Wir haben null Toleranz für illegale Autorennen. Das sollte sich in der Szene herumsprechen“, sagt Zechmeister.