Wirkstatt in Hausmening nimmt Formen an. Noch heuer soll das neue Kultur-und Veranstaltungszentrum fertig sein. Beim Saal wird auch noch Garderobe angebaut.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 10. März 2021 (05:03)
Auf der Baustelle des Veranstaltungszentrums (von links): Kultur- und Tourismusstadtrat Stefan Jandl, Baustadtrat Bernhard Wagner und Ortsvorsteher Anton Geister mit dem Ausbauplan sowie Bürgermeister Christian Haberhauer mit dem neuen Logo der Wirkstatt.
Knapp, Knapp

Die Arbeiten am neuen Veranstaltungs- und Vereinszentrum „Wirkstatt“ schreiten zügig voran. Seit dem Spatenstich im September wurde das Haus innen völlig ausgehöhlt und das Satteldach aufgebrochen. Es wird durch ein Flachdach ersetzt, auf dem eine Photovoltaikanlage installiert wird. „Der Rohbau ist im Grunde schon fertig. Derzeit laufen die Rohinstallationsarbeiten für Elektro- und Haustechnik. Einer der nächsten Schritte wird der Einbau der Fenster sein“, berichtet Baustadtrat Bernhard Wagner. Der Zeitplan für die ausführenden Firmen ist straff, denn schon Ende des Jahres soll die Wirkstatt fertig sein.

Rund 5,5 Millionen Euro wird das Projekt insgesamt verschlingen. Aber das Geld ist aus Sicht von Bürgermeister Christian Haberhauer gut angelegt. „Denn dieser innovative Bau, ausgestattet mit modernster Infrastruktur, soll ja verschiedene Nutzungsmöglichkeiten erlauben. Wir schaffen ein Veranstaltungszentrum, das auch vom ganzen Kulturbereich bespielt werden kann.“

Um das zu bewerkstelligen, investiert die Stadt nochmals 270.000 Euro mehr als ursprünglich geplant. „Wir bauen beim Saal einen zusätzlichen Backstagebereich mit Garderoben und WC für die Künstler an, um ihnen optimale Auftrittsbedingungen bieten zu können“, sagt Kulturstadtrat Stefan Jandl, dem das ein ganz besonders Anliegen ist. Der Saal wird mit Trennwänden in drei Teile (100, 200 und 300 Personen) gegliedert werden können – je nach Größe der Veranstaltung. „Für die Tontechniker wurde an vier verschiedenen Stellen eine Verkabelung vorbereitet, damit sie optimal agieren können, egal wie viel Raum genutzt wird“, sagt Jandl. Ob Orchesterkonzerte oder Auftritte von Bands und Ensembles, ob Kabarett oder Lesung – der Saal wird für alle Eventualitäten gerüstet sein. Da die Wirkstatt nach ihrer Fertigstellung in die Verwaltung der Amstettner Veranstaltungsbetriebe übergeht, werden dort künftig vermehrt kulturelle Events stattfinden.

Neues Zuhause für zehn Vereine

Ortsvorsteher Anton Geister freut sich vor allem darüber, dass die Wirkstatt künftig auch Vereinszentrum sein wird. Insgesamt zehn Vereine aus dem Ortsteil Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth werden dort eine neue Heimstätte finden. Auch der Musikverein wird vom Schloss ins Veranstaltungszentrum übersiedeln. Er bekommt dort einen neuen top ausgestatteten Probensaal.

Die Räume der Vereine sind im Erdgeschoß und im Untergeschoß angesiedelt. Sie bekommen einen barrierefreien, vom Veranstaltungsbereich unabhängigen Zugang. Natürlich müssen die Vereine an die Stadt für die Räumlichkeiten Miete zahlen. „Aber wir haben uns da auf einen Satz geeinigt, der für alle leistbar ist“, sagt Geister.

Im Untergeschoß der Wirkstatt werden auch noch Mehrzweckräume zur Verfügung stehen, die zum Beispiel für Yoga- oder Fitnesskurse genutzt werden können.

Völlig neu gestaltet wird in der Wirkstatt auch der Eingangsund Gastrobereich. „Es wird eine vollausgestattete Küche geben, die bei Veranstaltungen von Caterern genutzt werden kann“, sagt Haberhauer.

Gastronom Robert Gelbmann, der ja im Sommer im Schloss an Wochenenden mit einem Heurigenbetrieb starten will, wird auf jeden Fall seine Dienste anbieten. „Die Wirkstatt wird aber natürlich auch jedem anderen Wirt offen stehen“, versichert der Bürgermeister. Er sieht im Zusammenspiel von Schloss und Wirkstatt großes Potenzial. „Beide Lokalitäten werden bestimmt voneinander profitieren. Sie bieten sich in Kombination für Hochzeiten ebenso an wie eben für Events im Kultur- und Tourismusbereich.“