Umsatz- und Gewinnrückgang für Umdasch Group 2020

Der niederösterreichische Schalungstechnik- und Ladenbaukonzern Umdasch Group hat im Corona-Jahr 2020 Einbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz sank im Vergleich zu 2019 um sieben Prozent auf 1,411 Mrd. Euro, berichtete das Unternehmen am Mittwoch. Das Konzernergebnis vor Steuern ging von 104,7 Mio. Euro auf 81,3 Mio. Euro zurück. Verzeichnet wurde auch ein etwas geringerer Mitarbeiterstand.

APA / NÖN.at Erstellt am 30. Juni 2021 | 12:01
Umdasch Group
Foto: Umdasch Group

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten sank im Berichtszeitraum von 8.810 auf 8.793. Unterm Strich blieb ein Konzernjahresüberschuss von 20,8 Mio. Euro, nach 62,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug 307 Mio. Euro (2019: 111,9 Mio. Euro). Der Anstieg sei auf das stark rückläufige Working Capital zurückzuführen, heißt es in der Aussendung. Die Eigenkapitalquote habe mit 61,4 Prozent "eine historische Marke" erreicht.

Festgehalten wurde, dass der Umsatzrückgang auf einen Corona-bedingten temporären Stopp vieler Baustellen der Schalungstochter Doka im Frühjahr 2020 zurückzuführen sei. Während in den USA und in Europa Projekte relativ rasch wieder aufgenommen worden seien, seien "Märkte wie Lateinamerika und Asien über Monate stark eingeschränkt" gewesen, hieß es in einer Aussendung. Niedergeschlagen habe sich das bei Doka vor allem im zweiten und dritten Quartal.

Mit 241,8 Mio. Euro annähernd gleich blieb der Umsatz bei umdasch The Store Makers. Während der Lebensmittelhandel und der Bereich Digital Retail gut reüssierten, wurden Investitionen in den Bereichen Lifestyle Retail (Mode) und Premium Retail (Luxus und Flughäfen) nicht vollzogen, gestoppt oder storniert.

Positiv gestaltet sich indes laut dem Unternehmen der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2021. "Umsatz und Ergebnis auf dem Vorkrisen-Niveau 2019 erscheinen zum aktuellen Zeitpunkt erreichbar." Unsicherheiten bestünden vor allem in der weltweiten Rohstoffverknappung bei Holz und Stahl sowie hinsichtlich weiterer regionaler Lockdowns in Ländern mit niedriger Durchimpfungsrate und hohen Corona-Infektionszahlen.