Interesse an Breitband groß. Rund 350 Aschbacher wollten Details über den Ausbau wissen. Mehr als 400 Haushalte müssen Anschluss wollen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 11. November 2019 (14:48)
Groß war in Aschbach das Interesse beim Infoabend über den Breitbandausbau. Über 400 Haushalte müssen sich für einen Anschluss entscheiden, damit im Frühjahr mit dem Bau begonnen wird.
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Das Land NÖ wird mithilfe der Allianz Capital Partners das Breitbandnetz in NÖ ausbauen. Der Plan sieht vor, zwischen 2020 und 2022 rund 100.000 weitere Haushalte in NÖ mit Glasfaseranschlüssen auszustatten.

In der Gemeinde Aschbach, die schon viele Leerrohre verlegt hat, könnte der Ausbau bereits im Frühjahr beginnen. Bedingung dafür ist allerdings, dass zumindest 40 Prozent der Haushalte einen Internetanschluss wollen. In Aschbach befinden sich 1.050 Haushalte in der Ausbauzone, es müssen also mehr als 400 einen Anschluss bestellen.

In der Vorwoche hat die Gemeinde gemeinsam mit der Landesgesellschaft nöGIG und Internetdienstanbietern zu einem Informationsabend geladen. „Es waren 350 Leute da, aus jeder Altersgruppe und aus allen Bevölkerungsschichten – vom Unternehmer bis zum Landwirt. Es herrschte fast so etwas wie Goldgräberstimmung. Die Leute waren sehr interessiert“, freut sich Bürgermeister Martin Schlöglhofer über diesen großen Andrang.

Einige Personen haben auch gleich einen Antrag unterschrieben. Für jene, die sich während des Aktionszeitraumes bis Ende Dezember für einen Anschluss entscheiden, kostet dessen Herstellung 300 Euro, später 1.000 Euro. „Die Leute müssen sich dafür aber ihrem Anbieter für 24 Monate verpflichten. Für garantierte 150 Mbit Download und 50 Mbit upload zahlt man monatlich 39,90 Euro“, berichtet Schlöglhofer. Er ist zuversichtlich, dass genügend Personen unterschreiben.

Nicht im Regen stehen lassen will der Ortschef auch jene Haushalte, die sich nicht in der Ausbauzone befinden. „Da die nöGIG unser Leerrohrnetz übernimmt, bekommen wir von ihr Geld zurück, das wir investiert haben. Wir werden im Gemeinderat beschließen, dass wir diese Mittel in die Verlegung von Leerrohren in den restlichen Gemeindegebieten – Oberaschbach, Mitterhausleiten und Abetzberg – investieren“, sagt Schlöglhofer. Ziel sei es, schnelles Internet so schnell wie möglich flächendeckend bereitzustellen. „Wir erleben die Ablöse des herkömmlichen Telefonnetzes. Breitband ist die Technologie, die in den nächsten 50 Jahren bestimmend sein wird“, glaubt der Ortschef. Der Ausbau soll bereits im Frühjahr starten, sobald die Witterung es zulässt.