Biberbach: Zwei Drittel der Fernwärme verlegt. Der Bau schreitet zügig voran. Trotz Wasserstand in der Baugrube aufgrund des Hochwassers gibt es keine Verzögerungen.

Von Peter Führer. Erstellt am 21. August 2021 (05:03)
Fernwärme Biberbach
Unternehmer Paul Latschenberger und Bürgermeister Fritz Hinterleitner besichtigten beim Baustellenbesuch bei der Fernwärme die Baugrube und begutachteten die Folgen des Hochwassers.
 
Führer

Seit Mai werden in der Gemeinde die Fernwärmeanlage und das Leitungsnetz errichtet. Insgesamt werden ja 150 Haushalte anschließen. Im Zuge der Arbeiten kommt es auch zu Verlegungen der LWL-Verrohrung und teilweise Erneuerungen beziehungsweise Modernisierungen der Wasserleitungen sowie der Strombeleuchtung.

Für eine große Herausforderung hat allerdings das Hochwasser im Juli gesorgt. „In der Baugrube hat es einen Wasserstand von 5 bis 6 Metern gegeben“, berichtet Paul Latschenberger, der das Projekt mit seiner Fernwärme GmbH umsetzt. „Durch die offenen Kinetten ist es teilweise auch in die Häuser gekommen und einige Keller standen unter Wasser“, ergänzt Bürgermeister Fritz Hinterleitner.

Komplizierter Ausbau schreitet voran

Dennoch konnten die Arbeiten am Ausbau bereits fortgesetzt werden. Wie Latschenberger verrät, sind bereits zwei Drittel der Leitungen verlegt. Dabei ist der Ausbau eines Fernwärmenetzes deutlich komplizierter als etwa der Wasserleitungsbau. „Beim Fernwärmeausbau braucht es Statikberechnung, Statikfreigabe, Verlegung, Schweißen, Druckprobe und weitere Arbeitsschritte. Deutlich mehr als bei Wasserleitungen“, weiß Latschenberger.

Bürgermeister Hinterleitner betont, dass die Entscheidung, auch den Glasfaserausbau voranzutreiben, die richtige war. „Das steht knapp bevor und es war wichtig, dass wir gleich mitverlegen.“

Beim Fernwärmeausbau kam es hochwasserbedingt zu Verzögerungen. Etwa 200 Regiestunden wurden benötigt, um die Kinetten auszuschaufeln. „Es bleibt aber das Ziel, Ende September in Betrieb zu gehen. Ob provisorisch oder dann schon mit der fix fertigen Anlage, steht noch nicht fest“, blickt Latschenberger optimistisch in die Zukunft. Dabei helfe, dass man im Fall der Fälle auf einen noch relativ neuen Ölkessel zugreifen können wird.