Euratsfelder „Hinterwald“ bald mit Glasfaser versorgt. 37 Haushalte schließen sich an das Randegger Netz an. Aktiviert könnte die Breitbandverbindung bereits 2021 werden.

Von Peter Führer. Erstellt am 26. Juni 2020 (05:30)
Bei einer Infoveranstaltung im PfarrGemeindeZentrum Euratsfeld war das Interesse der Anrainer groß. Dabei berichtete Randeggs geschäftsführender Gemeinderat Matthias Repper (links) über die Breitbandversorgung. Initiiert wurde das Projekt „Breitbandversorgung im Hinterwald“ von Christoph Furtner (sitzend vorne links).
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Nägel mit Köpfen machen die Bewohner des „Hinterwaldes“ von Euratsfeld bei der Glasfaserversorgung. So schließen sich 37 Haushalte dem bereits aktivierten Netz der Gemeinde Randegg an.

„Es sind 99 Prozent mit dabei“

„Ich habe vor einiger Zeit mit dem geschäftsführenden Gemeinderat Matthias Repper Kontakt aufgenommen und angefragt, wie das für unser Gebiet mit einem Anschluss funktionieren könnte“, erklärt Christoph Furtner. Er hat das Projekt initiiert und auch die Bevölkerung des Ortsteiles informiert.

Voraussetzung war, dass 80 Prozent der Haushalte im Hinterwald anschließen möchten. Das wurde klar überschritten. „Es sind 99 Prozent mit dabei“, freut sich Furtner.

Erste Besprechungen gab es bereits im März, am vergangenen Donnerstag stand eine große Informationsveranstaltung im PfarrGemeindeZentrum auf dem Programm. „Ganz wichtig ist, dass nicht nur die Leerverrohrung verlegt wird, sondern bald aktiviert wird. Wir wollen bald mit den Grabungsarbeiten beginnen, idealerweise können wir nächstes Jahr bereits aktivieren“, verrät Furtner.

Die Leitungen führen auf den Hochkogel

Je nach von den Nützern gewähltem Angebot wird dann Up- und Download mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/Sekunde möglich sein. Die Leitungen werden von den Häusern bis Nähe Panoramastüberl verlegt. Bis dahin reicht das Randegger Breitband nämlich derzeit.

„Die grobe Trassenlegung steht bereits fest, jetzt werden wir mit den Grundeigentümern noch Gespräche führen“, erläutert Furtner. Anschließen sollen übrigens Niederaigen, Oberaigen, Ferndorf, Hub, Weg, Pauxberg, Reidl, Ramöd, Walchenöd, Grub, Lehen, Grabenmühle und Kicking.

Mit dem Projekt übernimmt der weitläufige „Hinterwald“ bezüglich Breitbandversorgung eine Vorreiterrolle. Immerhin stehen viele Gemeinden vor der großen Herausforderung, auch abgelegene Häuser mit Breitband zu versorgen. Bis zur Aktivierung muss man oft lange warten. „Das Ganze ist nur durchs miteinander Reden entstanden. Gerade in den vergangenen Wochen hat sich für viele gezeigt, wie wichtig schnelles Internet ist“, so Furtner.