Kanalprojekt in St. Peter/Au gestartet

Erstellt am 03. April 2022 | 06:23
Lesezeit: 3 Min
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Beim Lokalaugenschein vor dem Baustart: Bürgermeister Johannes Heuras, Ortsvorsteherin Julia Krifter und Gemeindevorstand Helmut Überlackner.
Foto: Hummer
Die Sanierung der Ziegelfeld- und der Burgholzstraße steht auf dem Plan. Kosten für das Vorhaben: rund 2,1 Millionen Euro.
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Die Gemeinde hat den letzten Bauabschnitt im Rahmen ihres umfassenden Kanalsanierungsprozesses in die Wege geleitet. „Der Abschnitt Ziegelfeld- und Burgholzstraße zählt zu jenen, die den meisten Sanierungs- beziehungsweise Erweiterungsbedarf haben“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras. Im Sommer 2020 war der Kanal in der Ziegelfeldstraße durch Starkregenfälle an seine Fassungsgrenzen gelangt und die Siedlungsstraße war hüfthoch überflutet. „Diese Bilder sollen der Vergangenheit angehören“, sagt Heuras.

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Bauauftrag einstimmig an die Firma Klaus Stockinger als Best- und Billigstbieter erteilt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 2,1 Millionen Euro. Rund 1.230 Meter Mischwasserkanal und zirka 1.450 Meter Wasserleitung gilt es insgesamt neu zu errichten. Zusätzlich werden etwa 2.530 Meter LWL-Leerverrohrung und 660 Meter Verkabelung für die Straßenbeleuchtung mitverlegt. „Ziel ist, den Mischwasserkanal größer zu dimensionieren. Das erreichen wir, indem wir den derzeitigen 300- und 600-mm-Bestand durch neue Rohre mit einem Durchmesser von 1.000 mm ersetzen“, erklärt Projektleiter Franz Schlager von der Planungsfirma IKW.

Neben dem Kanal werden auch die Wasserleitungen erneuert, da die bestehenden zumeist älter als 40 Jahre und somit am Ende ihrer Lebensdauer sind. Rund 40 Haushalte werden von den Bauarbeiten betroffen sein. Als zusätzliches Service für die Privathaushalte werden in den nächsten Wochen seitens der Gemeinde Kamerabefahrungen der Hausanschlussleitungen vom öffentlichen Gut aus durchgeführt. „Es ist ja für jeden Einzelnen gut, zu wissen, wie der Hauskanal aussieht und ob es Probleme oder Schäden gibt. Die Ergebnisse über den Zustand der Hausanschlussleitungen bekommen die Anrainer dann zugesendet“, informiert der Ortschef.

Die Grabungsarbeiten sollen bis Dezember finalisiert werden. Spätestens im Frühjahr 2023 sollen auch die Asphaltierungsarbeiten der betroffenen Straßenzüge abgeschlossen sein. Im Zuge der Bauarbeiten soll auch die Verkehrssicherheit etwa durch einen neuen Gehsteig in der Burgholzstraße verbessert werden. „Eine Kanalbaustelle ist zwar zwischenzeitig eine Belastung für die Anrainer und ich bitte um Verständnis, allerdings soll am Ende eine rundumerneuerte Siedlungsstraße für mehr Lebensqualität und noch bessere In-frastruktur sorgen“, appelliert Bürgermeister Heuras an die Bewohner.

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