Schnelles Netz für Krahof. Im Frühjahr sollen die Arbeiten für LWL-Ausbau starten. Bedarf und Interesse wird erhoben.

Von Peter Führer. Erstellt am 28. November 2020 (06:20)
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Gemeinde- und Firmenvertreter kündigen den Ausbau der LWL-Versorgung in Krahof an. Dieser soll im kommenden Jahr starten.
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Ein Großprojekt will die Marktgemeinde im kommenden Jahr im Ortsteil Krahof in Angriff nehmen: den Ausbau der Lichtwellenleiter-Versorgung (LWL). „Gerade in Zeiten wie diesen ist schnelles Internet ein wichtiges Thema. Nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch zum Beispiel für das Home-Schooling“, erklärt St. Georgens Bürgermeister Christoph Haselsteiner. Man wolle den Ausbau im kommenden Jahren umsetzen und habe dafür im Budget die notwendigen Mittel eingeplant.

Bis zu 900.000 Euro sind veranschlagt

Insgesamt rechnet man mit Gesamtkosten von 800.000 bis 900.000 Euro, wobei die Gemeinde auf Bundesmittel (50 Prozent der Gesamtmittel) zurückgreifen möchte. „Und wir sehen uns an, auf welche Fördertöpfe wir vielleicht noch zugreifen können. Infrage kommt da zum Beispiel der Wirtschafts- und Tourismusfonds. Die Digitalisierung ist unheimlich wichtig. In anderen Ortsteilen haben wir diesbezüglich ebenfalls Maßnahmen gesetzt. Etwa in Leutzmannsdorf, wo ebenfalls bereits Leitungen für A1 mitverlegt werden. Diese sollen spätestens Ende Dezember in Betrieb gehen“, ist Haselsteiner sicher.

In der Katastralgemeinde Krahof laufen die Überlegungen und Planungen Richtung LWL-Ausbau schon mehrere Jahre lang. Über den Winter sollen nun die Zustimmungserklärungen der Anrainer gesammelt sowie die Vereinbarungen getroffen werden. Dabei ist die große Herausforderung, dass aufgrund der Corona-Situation keine große Informationsveranstaltung durchgeführt werden kann. „Daher werden wir jedes Haus einzeln informieren“, berichtet Ortschef Haselsteiner über das Prozedere. Für diesen Schritt will man die Wintermonate nützen. „Es ist uns wichtig, dass es für die Bürger leistbar ist und es nicht zu hohen Anschlusskosten kommt“, so Haselsteiner.

Man befinde sich auch auf der Suche nach einem Betreiber. Geplant ist der Baubeginn mit Frühjahr. Da Krahof großteils landwirtschaftlich geprägt sei, will die Gemeinde starten, bevor die Landwirte aktiv in die Bewirtschaftung gehen.

Auch ein weiteres Projekt, das zuletzt verschoben werden musste, soll im nächsten Jahr übrigens realisiert werden. Der Bau des Zwergennestes, der ja ursprünglich für heuer vorgesehen gewesen wäre, soll nun 2021 umgesetzt werden. „Allerdings wird es bei der Größe Veränderungen geben. Ursprünglich war das Zwergennest für zwei Gruppen und mit einem Stock geplant. Jetzt ist der Bau für eine Gruppe vorgesehen. Es wird aber so geplant, dass man bei Bedarf erweitern kann“, erteilt Haselsteiner Auskunft.