Weistrach: Glasfaser für Siedlung Rohrbach

Erstellt am 03. Mai 2022 | 06:50
Lesezeit: 3 Min
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Gemeinderat Thomas Hirsch (5. von links) mit Anrainern der Siedlung Rohrbach und einem Vertreter von A1 Telekom Austria. Bis zum Sommer sollen die Glasfaserleitungen in die Leerohre eingeblasen sein und den Rohrbacherinnen und Rohrbachern somit schnelles Breitbandinternet zur Verfügung stehen.
Foto: Knapp
A1 wird 35 Haushalte ans Netz bringen. Weistrach will Ausbau in der übrigen Gemeinde selbst in die Hand nehmen.
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Gute Nachricht für die Siedlung Rohrbach. Im Vorjahr wurde im Ortsteil die Gemeindestraße, die früher die Hauptverbindung zwischen Weistrach und Haag war, saniert und dabei wurden auch gleich Leerrohre für Breitbandinternet verlegt.

Nun ist die Telekom mit der Gemeinde übereingekommen, die Haushalte ans Glasfasernetz zu hängen. Der Hauptstrang führt ja unter unter der L85 schon an Rohrbach vorbei. „Wir haben hier etwa 40 Häuser und ungefähr 35 Hausbesitzer wollen anschließen“, sagt der für den Breitbandausbau politisch zuständige Gemeinderat Thomas Hirsch. Die Telekom ist derzeit dabei, die Verträge mit den Bürgern abzuschließen, dann werden Glasfaserleitungen in die Leerrohre eingeblasen. Mitte des Jahres sollen die Haushalte dann schon über schnelles Internet verfügen.

Zu sieben Anwesen, die etwas abseits der Rohrbacher Straße liegen, wird die Glasfaserleitung mittels Kabelpflug verlegt. Diesen Haushalten wird der Anschluss etwa 400 Euro kosten.

Auch Betriebe schließen an

Auch die Betriebe in Rohrbach haben natürlich großes Interesse am schnellen Internet wie etwa die Tischlerei Tatzreiter, das Gasthaus Hader und die Österreichische Suppenhennenverarbeitungs AG. „Und auch unsere Gemeindeärztin will ihre Praxis ans Glasfasernetz anschließen“, berichtet Hirsch.

In Weistrach wälzt man indessen Pläne, wie man auch das restliche Gemeindegebiet mit Breitbandinternet versorgen kann. Im Gegensatz zu Nachbargemeinden setzt man dabei nicht auf die Zusammenarbeit mit der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft mbH (nöGIG), sondern plant einen Alleingang nach Vorbild der Gemeinden Ardagger und Randegg. „Unser Ziel ist Glasfaser in jedem Haus und das wollen wir in Eigenregie bewerkstelligen. Wir werden das Leitungsnetz selbst verlegen und und dieses dann an Internet-Anbieter vermieten“, sagt Bürgermeister Erwin Pittersberger. Ein Projekt ist in Ausarbeitung und die Gemeinde will noch heuer mit der Umsetzung starten. Voraussetzung ist dafür natürlich auch eine Förderzusage des Bundes aus der Breitbandmilliarde.

Im Ortszentrum selbst wird übrigens A1 Glasfaser zu jedem Haus verlegen.

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