Tastingtour: Kost den Most und mehr. Mit der Most-Tastingtour bieten die Mostbarone eine besondere Verkostungsreise mittels Bus oder Taxi durch die reizvolle Landschaft des Mostviertels an.

Von Otmar Gartler. Erstellt am 13. September 2017 (04:18)
Otmar Gartler
Neues Angebot der Mostbarone im Mostviertel (v.l.): Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer, Mostbaron-Primus Johannes Scheiblauer und Christiane Scheiblauer.

Was in Neuseeland, Kalifornien oder Portugal durchaus üblich ist, ist nunmehr auch im Mostviertel angekommen: die Most-Tastingtour.

Die Mostbarone, die sich ganz der Weiterentwicklung der Mostkultur verschrieben haben, bieten ab sofort eine ganz besondere Verkostungsreise durch die Moststraße an. Ein Klick auf der Mostbaron-Website, ein Mail oder ein Anruf (0676 428 00 02) genügt und das Taxi Höllmüller chauffiert den Gast durch die landschaftlich und geschmacklich eindrucksvolle Heimat der Mostbirne. Und das bei jeder Wetterlage.

Aus drei Themenfahrten kann gewählt werden

Aus drei Themenfahrten kann gewählt werden, ob man sich eher auf Säfte, Moste oder Hochprozentiges konzentrieren möchte: „Fruchtiges für Groß und Klein“, „Mostspektakel“ oder „Hochprozentiger Genuss“. Für Unentschlossene gibt es eine Überraschungstour. Drei Mostbaronbetriebe werden im Laufe des Tages besucht. So nah und persönlich lernt man die Mostviertler Produkte und Charaktere nur bei der Tastingtour kennen. Die Mindesteilnehmerzahl beträgt zwei Personen und die Kosten ab 85,00 Euro pro Person.

Die NÖN hatte die Gelegenheit, eine Tastingtour kennenzulernen. Eines gleich vorweg: Herzlich empfangen wird man überall. Und überall wird einem etwas anderes präsentiert und man erlebt die eine oder andere Überraschung.

Gemeinsam haben die in ihrer Art einzigartigen Betriebe aber auch etwas: es handelt sich ausschließlich um die Crème de la Crème der Mostproduzenten, die Mostbaronbetriebe, die ihre Tore öffnen, ihre besten Produkte hervorholen, so manches Geheimnis preisgeben und Geschichten rund um die Birne, den Most oder Hochprozentiges erzählen.

In Reinsberg steht der höchstgelegene Mostbaronbetrieb

So lernt man beispielsweise den höchstgelegenen Mostbaronbetrieb, Hechal‘s Biospezialitäten der Familie Frühwald in Reinsberg kennen, der vor allem mit einer landschaftlich einzigartigen Lage punktet. Der ausgebildete Mostsommelier und Mostbaron Gust Frühwald ist stolz auf seine Wurzeln und pflegt die Mostviertler Tradition des Mostpressens. Ebenso züchtet er die sehr seltene und hochgefährdete Rinderrasse Ennstaler Bergschecken.

Eine der Tastingstationen ist auch der Mostheurige von Leopold Reikersdorfer und seine Naturprodukte in Greinöd bei Neuhofen. Hier lernt man eine Zwetschkenplantage ebenso kennen wie die ausgezeichneten Essige mit den Geschmacksrichtungen Weißdorn, Rosmarin, Ingwer, Grüner Tee oder Paprika.

Für sein Obstparadies bekannt ist „Seppelbauer“ Bernhard Datzberger in Pittersberg bei Amstetten, der aber auch Apfel-, Birnen- und Mischsäfte, Moste, Destillate, Liköre (seit heuer auch Zirbenlikör) und Schafkäse herstellt. Die Edelbrennerei liegt bereits ganz in den Händen von Sohn Jürgen Datzberger. Im Zentrum stehen dabei Obstbrände aus der Region aber auch verschiedenste Brände wie Gin und Whisky.